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Eric Pärisch (34) ist Spitzenkandidat der Freien Wähler für den Frankfurter Römer
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Eric Pärisch (34) ist Spitzenkandidat der Freien Wähler für den Frankfurter Römer

Freie Wähler

„Wir sehen uns als Macher und Anpacker“

  • Hanning Voigts
    VonHanning Voigts
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Der Frankfurter Spitzenkandidat Eric Pärisch spricht im FR-Interview über den Bruch mit dem Stadtverordneten Thomas Schmitt und über seine politischen Ziele bei der Kommunalwahl.

Herr Pärisch, im Wahlprogramm der Freien Wähler finden sich konservative bis liberale Forderungen, aber wenig, das nicht auch andere Parteien wollen. Wofür braucht es Sie?

Ganz einfach: Wir sehen uns als Macher und Anpacker und verweisen darauf, wie es gerade in Bayern mit den Freien Wählern läuft. Wir wollen über den Tellerrand hinausschauen und nachhaltig für die nächsten Generationen arbeiten. Alle anderen Parteien denken nur für die nächsten fünf Jahre, für die Legislaturperiode. Das ist bei uns anders.

In Ihrem Wahlprogramm gibt es an vielen Stellen scharfe Kritik an den bekannten Parteien. Werfen Sie ihnen vor, dass sie nur an Machterhalt denken?

Wir glauben, dass irgendwann jede Partei eingefahren ist. Wir sagen nicht, dass es den Parteien nur um Machterhalt geht, aber sie werden mit der Zeit betriebsblind. Wir als Freie Wähler kommen von außen und haben neue Ideen und Lösungsvorschläge.

Die letzten fünf Jahre saß Thomas Schmitt für die Freien Wähler im Römer, der jetzt aber mit der Frankfurter Freien Wählergruppe antritt. Wie ist es zu dieser Entfremdung gekommen?

Ich kann Ihnen sagen, dass Thomas Schmitt sich nicht bei uns um einen Listenplatz beworben hat. Vielleicht müssen Sie ihn selber fragen, warum er nicht noch mal kandidieren wollte.

Thomas Schmitt sagt, die Freien Wähler hätten ihn zu alt gefunden und daher loswerden wollen. Stimmt das ?

Nein, das stimmt nicht. Im September gab es die Einladung mit der Aufforderung zur Kandidatur und entsprechenden Formblättern, die sind auch Herrn Schmitt zugeschickt worden. Viele haben sich zurückgemeldet und gesagt, sie wollen gern auf die Listen. Ich habe auch Herrn Schmitt empfohlen, die Dokumente auszufüllen. Das ist aber bis zum Tag der Aufstellung nicht geschehen.

Ist es nicht ärgerlich für Sie, dass jetzt zwei Listen aus dem Spektrum der Freien Wähler antreten? Nehmen Sie sich nicht gegenseitig die Stimmen weg?

Nein, das sehen wir nicht so. Wir treten mit einem großartigen Wahlprogramm an und haben uns unsere Ziele gesteckt. Er geht seinen Weg, wir gehen unseren Weg, nach der Wahl werden wir sehen, wer Recht behalten hat.

Was sind denn Ihre wichtigsten inhaltlichen Punkte?

Mobilität ist ein extrem wichtiges Thema für Frankfurt, außerdem die kommunalen Finanzen und der Bereich Wohnen. Diese drei Themen sind für uns auch eng miteinander verknüpft.

Was wollen Sie auf diesen drei Feldern anders machen?

Was bisher vergessen wurde: Frankfurt ist nicht allein. Wir müssen uns viel stärker mit dem Umland verknüpfen. Andere Metropolen haben doch auch Strukturen geschaffen, so dass die Leute nicht unbedingt im Zentrum wohnen wollen. In Umlandgemeinden sind Wohnungen frei und auch bezahlbarer, man sollte verhindern, dass alle nach Frankfurt umziehen. Man muss also die S-Bahnen und Anbindungen ausbauen, damit die Pendler und Besucher schnell in der Stadt sind. Bei den Finanzen sollte man erst einmal schauen, wofür das Geld ausgegeben wird und ob das Projekt noch zeitgemäß ist.

Ihre eigenen Schwerpunkte sind Ernährung und Verbraucherschutz. Was fordern Sie da?

Ich will mich dafür einsetzen, dass wir mehr Lebensmittelkontrolleure beschäftigen. Wir sollten die Lebensmittelbetriebe mehr stichprobenartig kontrollieren.

Hilft es Ihnen, dass die Freien Wähler durch die Regierungsbeteiligung in Bayern bekannter geworden sind?

Definitiv. Laut Hessentrend liegen wir bei sechs Prozent. Unser Ziel für Frankfurt ist, mindestens drei Stadtverordnete zu stellen. Freie Wähler sind die starke Kraft der Mitte.

Interview: Hanning Voigts

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