+
Die Außenanlage des Alten Rathauses in Nieder-Eschbach soll im neuen Jahr erneuert werden.

Keime im Eschbach

„Wir geben uns nicht zufrieden“

  • schließen

Ernst Peter Müller, Vorsteher des Frankfurter Ortsbeirats 15, kündigt an, den Kampf gegen Keime im Eschbach fortführen zu wollen.

Herr Müller, im November kam die frohe Botschaft: Die Sportanlage in Nieder-Eschbach erhält im kommenden Jahr einen Kunstrasenplatz. Wie groß war die Freude darüber?

Die war riesig groß, das können Sie mir glauben. Wie oft waren Jugendspieler der TuS bei unseren Sitzungen, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen? Daher sind wir alle gemeinsam mit dem Verein sehr erleichtert, dass der Kunstrasen kommt.

Ebenfalls im November hat der Ortsbeirat beschlossen, dass das Pfingstwäldchen aufgewertet werden soll. Welche Bedeutung hat das Naherholungsgebiet für die Nieder-Eschbacher?
Dazu muss ich etwas ausholen. Unser Stadtteil hat in den vergangenen Jahren so ein bisschen sein Gesicht verloren, vor allem durch Um- und Neubauten. Wir haben manchmal das Gefühl, so etwas wie eine bauliche Reservefläche für die Stadt zu sein. Das Pfingstwäldchen ist noch etwas, das den Stadtteil ausmacht. Das muss bewahrt werden. Daher sollte der Waldsprudel dort saniert werden. Gleiches gilt für den Bieberpark. So kann nach und nach ein Mosaik geschaffen werden, durch das Nieder-Eschbach lebenswerter wird und seine Identität wahrt.

Wann kommt der Bücherschrank?
Definitiv im ersten Quartal des neuen Jahres. Stünde der Weihnachtsbaum am Alten Rathaus nicht, würden die Arbeiten sogar schon laufen. Wir haben auch bereits vier Patinnen für den Schrank, die ihn betreuen werden.

Die neue Turnhalle an der Otto-Hahn-Schule wird frühestens 2022 fertig, auch bei der Sanierung älterer Gebäudeteile kommt es zu Verzögerungen. Welche Auswirkungen hat das auf den Schulbetrieb?
Die Schule bekommt das hin. Aber es darf zu keinen weiteren Verzögerungen kommen. Wir sind froh, dass die Mittel für Planung und Abriss der Halle nun bereitgestellt worden.

Eine andere Diskussion widmete sich den geplanten Neubauten eines Gymnasiums und einer Grundschule im Süden des Stadtteils. Wann kann mit der Inbetriebnahme der beiden Schulen gerechnet werden?
Das wird sicher noch fünf bis sechs Jahre dauern.

Ein wichtiges Thema ist der Verkehr. Die Stadt soll im Ortsbeirat ein Konzept vorlegen, wie der Verkehr angesichts mehrerer Neubaugebiete geplant wird. Gab es da schon eine Antwort?
Noch keine konkrete. Die Planungen aber laufen, das wurde uns versichert. Wir sind regelmäßig im Gespräch mit dem Stadtplanungsamt. Ein Gesamtkonzept ist dringend notwendig.

In besagten Baugebieten sollen einmal bis zu 2000 Menschen wohnen. Kann das der Stadtteil verkraften?
Es ist klar: Wir sind an der Belastungsgrenze. Vor allem darf bei aller Bebauung nicht vergessen werden, dass wir auch Freiflächen brauchen. Zur Erholung und für das Klima. Die erhöhte Versiegelung hat negative Auswirkungen, dem müssen wir entgegenwirken.

Wie ist der aktuelle Stand in Sachen Keime im Eschbach?
Die Keime kommen aus der Kläranlage in Bad Homburg. Wir hatten gehofft, dass die Stadt sich diesbezüglich bei der Nachbarstadt für die vierte Reinigungsstufe in der Anlage stark macht. Das wurde aber abgelehnt. Damit geben wir uns nicht zufrieden. Wir werden weiter darauf drängen.

Was steht noch auf Ihrer Wunschliste für das Jahr 2019?
Zum Beispiel ein Kleinfeld zum Fußballspielen am Jugendhaus Am Bügel. Das dortige Außengelände wird nicht optimal genutzt. Eine Fraktion im Ortsbeirat hatte daher die Idee, einen kleinen Fußballplatz errichten zu lassen. Das werden wir weiter verfolgen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare