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Florian Scheib leitet seit 2019 das Seniorenheim Agaplesion Oberin Martha Keller Haus in Sachsenhausen.
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Florian Scheib leitet seit 2019 das Seniorenheim Agaplesion Oberin Martha Keller Haus in Sachsenhausen.

Corona-Virus

Frankfurt: Impfbereitschaft in Seniorenheim sehr hoch - auch Besuche sind möglich

  • Steven Micksch
    vonSteven Micksch
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Der Frankfurter Heimleiter Florian Scheib über die Impfbereitschaft in seinem Haus und Schnelltests für Gäste.

  • Im Seniorenheim in Frankfurt wurden 66 Bewohner:innen geimpft.
  • Die Impfbereitschaft ist auch unter dem Personal hoch.
  • Schnelltest machen Besuche von Angehörigen möglich.

Herr Scheib, wurde bei Ihnen im Haus schon gegen das Corona-Virus geimpft?

Wir haben kurzfristig in dieser Woche einen Impftermin vom Gesundheitsamt erhalten. Am Mittwoch wurden 66 Personen geimpft. Auch in den anderen beiden Einrichtungen der Agaplesion Markus-Diakonie, dem Haus Saalburg und im Schwanthaler Carrée, haben schon Impftermine stattgefunden.

Wie viele Personen wollen sich denn bei Ihnen im Haus impfen lassen?

Bislang haben wir eine Gesamtzahl von etwa 70 Impfwilligen. Das umfasst Mitarbeiter und Bewohner sowie auch die ambulante Tagespflege, wo sich ebenfalls einige über 80-Jährige und Mitarbeiter impfen lassen wollen. Die Zahl der Impfwilligen ist eigentlich höher, aber in dem jetzigen Impfdurchlauf dürfen nur jene geimpft werden, die bislang noch keine Corona-Infektion durchlaufen haben. Deswegen fallen ein paar Menschen bei uns im Haus für den Impftermin aktuell raus, diese werden zu einem späteren Zeitpunkt noch mal angesprochen werden.

Zur Person

Florian Scheib ist 30 Jahre alt und leitet seit 2019 das Agaplesion Oberin Martha Keller Haus in Sachsenhausen.

In der Pflegeeinrichtung gibt es 65 Bewohnerinnen und Bewohner sowie rund 90 Pflegekräfte.

Hohe Impfbereitschaft gegen Corona in Seniorenheim in Frankfurt

Wie steht man in der Einrichtung der Impfung gegenüber?

Grundsätzlich ist die Stimmung gegenüber der Impfung sehr positiv. Wir haben viele Bewohner, aber auch Angehörige und Betreuer, die bevollmächtigt sind, die sich zum Impfen bereiterklärt haben. Gleiches auch beim Personal. Wir haben aber auch Mitarbeiter und Bewohner, die sagen, dass sie noch abwarten wollen und beim ersten Impfdurchgang nicht dabei sein wollen.

Wie haben die Menschen in Ihrer Einrichtung Informationen über die Impfung bekommen?

Alle Mitarbeiter und alle Bewohner sowie die Angehörigen haben von uns einen Aufklärungsbogen für die Impfung bekommen. Diese Bögen vom Gesundheitsamt informieren unter anderem über den Ablauf und die möglichen Nebenwirkungen. Darüber hinaus wurde auch darauf hingewiesen, dass die jeweiligen Hausärzte für Detailfragen zur Verfügung stehen.

Spricht man in der Einrichtung über die Chancen und Risiken der Impfung?

Wir weisen auf den positiven Mehrwert der Impfung hin. Aber wir drängen oder überreden weder unsere Bewohner noch die Mitarbeiter dazu, sich impfen zu lassen. Wir gehen miteinander ins Gespräch und sprechen dann auch über Ängste, die manche haben. Wir profitieren auch von den Erfahrungen in den anderen beiden Einrichtungen. Dort haben wir bislang ausschließlich positive Rückmeldungen erhalten. Das tragen wir dann rein objektiv auch hier in die Einrichtung.

Seniorenheim in Frankfurt: Schnelltest gegen Corona lassen Besuch zu

Werden Sie sich denn auch impfen lassen?

Ich bin schon geimpft. Während meines Weihnachtsurlaubs habe ich mich schon in einer unserer beiden anderen Einrichtungen impfen lassen. Ich habe das als Mitglied des Krisenstabes getan und auch, weil es meine Überzeugung ist und ich es für sinnvoll halte.

Wie ist aktuell die Besuchssituation bei Ihnen geregelt?

Unsere Bewohner können mehrfach pro Woche von ihren Angehörigen besucht werden. Wir führen dazu Schnelltests vor jedem Besuch bei jedem Besucher durch. Das wird sehr gut angenommen. Die Angehörigen sind froh, dass sie kommen dürfen und uns ist es wichtig, dass wir Besuche weiterhin gewähren können. Unsere Personalsituation lässt es zu, dass wir mehrere Besuchstage anbieten können. Auch beim Personal führen wir zweimal pro Woche Schnelltests durch.

Interview: Steven Micksch

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