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Wenn Parken Geld koste, stiegen Pendler eher auf andere Verkehrsmittel um, so argumentiert der VCD.

Parken

VCD will kostenlose Parkplätze in Frankfurt abschaffen

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Der Verkehrsclub Deutschland in Hessen will den Magistrat in Frankfurt zur Abschaffung von kostenlosen Parkplätzen bringen.

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) in Hessen fordert den Magistrat dazu auf, in Frankfurt kein kostenloses Parken mehr zuzulassen. In vielen Städten Europas hätten kostenpflichtige Parkplätze dazu geführt, dass Bewohner im Quartier leichter einen Parkplatz fänden und Pendler auf andere Verkehrsmittel umsteigen, sagte Mathias Biemann aus dem Landesvorstand des VCD.

Parkende Autos brauchten viel Platz, der allen gehöre, nicht nur den Autobesitzern, sagte er. Eine dicht bebaute Stadt wie Frankfurt dürfe sich das Privileg des kostenlosen Parkens nicht länger leisten, weil die Parkflächen benötigt würden, um den Fuß- und Radverkehr zu fördern und dem Klimawandel zu begegnen.

Wirkung zeigten kostenpflichtige Parkplätze dann, wenn sie stadtweit eingeführt würden. Einige Flächen sollten als Ladezonen für Handel und Handwerk zur Verfügung stehen. Kostenloses Kurzeitparken nannte Biemann „Gift“. Die ständige Überschreitung der Parkzeiten könne nicht mal „eine Armee von Knöllchenverteilern“ kontrollieren.

Hintergrund: Parkplätze in Frankfurt werden knapp

Der Magistrat plant, dieses Jahr in Bornheim die Parksituation neu zu regeln. Statt Bewohnerparken auf der einen und freiem Parken auf der anderen Straßenseite soll es künftig größtenteils gemischtes Parken geben. Dieses soll für Anwohner frei, für Besucher kostenpflichtig sein. In einzelnen Straßen dürften ausschließlich Bewohner parken. An der Berger Straße müssten alle fürs Parken bezahlen.

Dieses Modell will der Magistrat innerhalb des Alleenrings auf die Stadtteile Nordend, Westend, Ostend sowie das nördliche Sachsenhausen ausdehnen. Ein Zeitplan wurde nicht genannt.

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