+
Scheinbar leere Tuben aufschneiden und staunen, wie lange man mit dem Rest auskommt.

Klimawette

FR will mit Klimawette CO2 einsparen

  • schließen

Die Frankfurter Rundschau wettet, mehr CO2 einzusparen, als das Frankfurter Energiereferat. Die FR-Gemeinde gibt Tipps, wie man umweltbewusster leben kann.

Und damit kommen wir von der wilden „Sabine“ direkt zu den guten Ideen der FR-Leserinnen und -Leser, wie wir das Wetter nicht noch mehr reizen. Die Klimawette gilt! Einen Monat lang, noch bis zum 20. Februar, wollen wir mehr CO2 sparen als das Frankfurter Energiereferat.

„Tolle Aktion“, schreiben Uschi und Ernst Otto Blenn aus Hochheim am Main. Und tragen bei: „Wir essen 2020 kein Fleisch mehr. Ausnahme: Im Linseneintopf (so drei Mal im Jahr) muss ein Frankfurter Würstchen reingeschnippelt sein.“ Zweitens: „Wir haben uns für 2020 zwei Seniorentickets Hessen gekauft. Im Alltag lassen wir also jetzt unser Auto stehen.“ Es kommt nur noch für den Transport schwerer Lasten zum Einsatz. „Wir wünschen Ihnen eine große Zahl von Mitmachern und viel Erfolg bei Ihrer Klimawette“, schreibt das Paar.

Haben wir beides – unser E-Mail-Eingang kommt nicht zur Ruhe. „Auch wegen dieser Aktion bin ich eine so langjährige, treue Abonnentin der FR und danke dafür“, schreibt etwa Rafaela Del Rosso, Jahrgang 1951, aus Bad Kreuznach. Wenige Flugreisen hat sie gemacht im Leben, die Kinder hatten Stoffwindeln an, und als sie aus dem Haus waren, verkleinerten die Eltern ihren Wohnraum auf weniger als die Hälfte. Das Haus ist stark gedämmt, hat etwa Sonnenkollektoren für Warmwasser und Zisternen fürs Regenwasser. „Wir teilen uns mit einem Ehepaar einen Kleinwagen, der selten gefahren wird.“ Fleisch und Wurst gibt’s nur am Wochenende, Einkäufe sind möglichst bio, unverpackt, Klamotten gebraucht. „Unser Luxus ist der Urlaub mit unserem kleinen Camper.“ Aber: „Wir haben uns jetzt eine Senioren-Bahncard gekauft und werden mehr mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sein.“

Sympathischer Tipp von Rafaela Del Rosso: Scheinbar leere Tuben schneidet sie auf und staunt, wie lange sie mit dem Rest auskommt. „Allerdings fühle ich mich unwohl, wenn sich die Klimakrise an unserer Generation festbeißt“, gibt sie zu bedenken: „Viele meiner Generation haben, ausgelöst durch Tschernobyl, bewusster gelebt – das, was bis dahin bekannt und möglich war, umgesetzt und sind wachsam geblieben.“ Die eigentlichen Verursacher hingegen kommen ihr zu gut weg: Wirtschaft und Wachstum, die die Konsequenzen nicht sehen wollen, „weil diese ihre Gewinne erheblich gestört hätten“.

Hier kommt die dreiköpfige Familie von Julia Krohmer aus Frankfurt: „Wir fahren kein Auto (haben schon lange keines mehr); wir essen höchstens zweimal die Woche Fleisch; wir fliegen nicht; wir haben eine regionale Obst- und Gemüsekiste; wir kaufen nur Bio-Lebensmittel; wo immer möglich, kaufen wir Kleider, Möbel und sonstige Dinge gebraucht; statt Dinge wegzuwerfen, verschenken wir alles, was wir nicht mehr brauchen; wir lüften, statt alles gleich zu waschen; pro Woche fällt nur eine Maschinenladung an; diese trocknen wir immer auf der Leine; wir duschen nicht täglich und nur kurz; wir haben Ökostrom (EWS); wir heizen nie auf mehr als 19 Grad.“

Wir danken und lieben unsere Leserinnen und Leser. Auch Uwe Conrad, der schreibt: „Ich fahre meine täglichen 18 Kilometer zur Arbeit von Hofheim nach Wiesbaden schon seit fast 20 Jahren überwiegend mit dem Fahrrad. Wenn es regnet, nehme ich den Bus. Das ist stressfrei und macht auch noch Spaß und ich kann den Arbeitsweg mit Sport verbinden. Also echtes Win-win.“

Bitte mitmachen: E-Mail an online@fr.de. Alles zur Wette unter www.fr.de/klimawette.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare