Der FDP-Basis ging diese Festlegung zu weit, sie änderte die Vorlage ab
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Der FDP-Basis ging diese Festlegung zu weit, sie änderte die Vorlage ab

Frankfurt

FDP will freie Theater in Frankfurt fördern

  • Georg Leppert
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Gruppen sollen einen Neubau auf dem Kulturcampus nutzen. Ideen haben die Freidemokraten auch für das Kinder- und Jugendtheater.

Im Zuge der Diskussion über die Städtischen Bühnen will die Frankfurter FDP auch die freie Theaterszene fördern. Der kulturpolitische Sprecher der Freidemokraten, Stefan von Wangenheim, forderte am Mittwoch im Gespräch mit Journalisten, auf dem Kulturcampus einen Theaterbau zu errichten. Während das Schauspielhaus neu gebaut wird, sollte dieser als Interimsspielstätte dienen. Anschließend soll die Stadt das Gebäude freien Gruppen zur Verfügung stellen. „Die sind darauf angewiesen, dass sie mehr Platz bekommen“, sagte von Wangenheim.

Bereits am Dienstagabend hatten die Freidemokraten in ihrer Mitgliederversammlung über die Zukunft der Bühnen diskutiert. Dabei hatten sich von Wangenheim und der Vorsitzende des Kreisfachausschusses Kultur der Frankfurter FDP, Frank Maiwald, mit einem Antrag zu genauen Standorten für die Bühnen nicht durchsetzen können. Von Wangenheim und Maiwald hatten vorgeschlagen, die Oper an der Taunusanlage zu bauen – was einen Eingriff in die Wallanlagen bedeutet hätte. Das Schauspiel sollte dem Antrag zufolge einen Neubau am Willy-Brand-Platz bekommen.

Der FDP-Basis ging diese Festlegung zu weit, sie änderte die Vorlage ab. Oper und Schauspiel sollen Neubauten bekommen – und zwar in der Innenstadt. Genauer festlegen wollten sich die Freidemokraten nicht.

Fest steht für die FDP aber, dass das neue Schauspiel auch vom Kinder- und Jugendtheater genutzt werden soll. Das ist bislang im Zoo-Gesellschaftshaus geplant. In diesem Gebäude soll die Zoologische Gesellschaft aber viel mehr Platz als bisher bekommen, schlug von Wangenheim vor. Die Gesellschaft führe „ein kümmerliches Dasein in der eigenen Stadt“. Der Umbau des Hauses falle bei dieser Lösung überschaubar aus und könne von der Gesellschaft weitgehend selbst bezahlt werden. Unterdessen könnten Kinder und Jugendliche im Schauspielhaus ans Theater herangeführt werden.

Bei der Finanzierung der Neubauten setzt die FDP auf die Bürgerstiftung Neue Oper Frankfurt. Die Gruppe könne einen Teil der Kosten übernehmen und die Gebäude dann an die Stadt vermieten. Sobald mit der Miete die ursprüngliche Investition abbezahlt sei, fielen die Gebäude ins Eigentum der Stadt, schlug von Wangenheim vor.

Mit einer baldigen Entscheidung zur Zukunft der Bühnen rechnen die FDP-Politiker nicht. „In diesem Jahr passiert da gar nichts mehr“, sagte von Wangenheim. Die Diskussion werde auf jeden Fall zu einem wichtigen Thema im Wahlkampf.

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