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Wieder mehr Schülerinnen und Schüler in Frankfurt

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Von: Sandra Busch

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Die Zahl der Schülerinnen und Schüler ist gestiegen.
Die Zahl der Schülerinnen und Schüler ist gestiegen. © Arno Burgi/dpa-Zentralbild/dpa

Insgesamt steigt die Zahl der Schülerinnen und Schüler in Frankfurt im Vergleich zum Vorjahr an. Eine Berufsschule besuchen aber weniger.

Die Schulplätze wurden in diesem Jahr nicht knapp. Das sagt Evelin Spyra, Leiterin des Staatlichen Schulamts, am Donnerstag über das gerade begonnene Schuljahr. Das Gymnasium Süd hat eröffnet „und damit sehr entlastet“. Doch wie das im nächsten Schuljahr aussehen werde, da will Spyra keine Prognose abgeben. Alles zu unsicher. Ob die Zahl der Schüler:innen weiter steigt, wie viele ukrainische Kinder aus den Intensivklassen, in denen sie im Moment Deutsch lernen, auf die Regelschule wechseln werden.

Derzeit ist nicht bekannt, dass Bildungsdezernentin Sylvia Weber (SPD) im nächsten Jahr eine Schule aufmachen wird. „Eine kooperative Gesamtschule mit Oberstufe würde Frankfurt gut tun“, findet Spyra. Eine Schule, in der es Hauptschul-, Realschul- und Gymnasialzweige gibt. Denn wer das Gymnasium verlassen müsse, der könne auf den Realschulzweig wechseln und auf derselben Schule bleiben.

Auch in diesem Jahr ist die Zahl der Schüler:innen in Frankfurt gestiegen; nach einer Prognose gibt es nun 106 000. Etwa drei Prozent mehr als im Vorjahr. Allerdings geht dabei die Zahl der Schüler:innen an Berufsschulen zurück. „Auch im Vorjahr waren dort die Zahlen schon leicht rückläufig“, sagt Spyra. „Das Interesse ist offenbar nicht so groß.“ Der Fachkräftemangel dagegen schon.

Zahlen

Rund 72 114 Schüler:innen besuchen voraussichtlich in diesem Schuljahr eine öffentliche allgemeinbildende Schule. Mit Privat- und Berufsschüler:innen sind es etwa 106 000. 6800 Kinder wurden eingeschult, 5810 sind in die Jahrgangsstufe fünf gewechselt.

Entwicklung der Zahl an Schüler:innen an öffentlichen allgemeinbildenden Schulen: Grundschulen 25 687 (+1292 im Vergleich zum Vorjahr), Hauptschulen und -zweige 1147 (-78), Realschulen und -zweige 5631 (+33), G9-Gymnasien 15 182 (+796), G8-Gymnasien 1753 (+54), IGS 10 127 (+330), Förderschulen 1739 (-266).

Mehr Schüler:innen als im Vorjahr besuchen Intensivklassen. 153 gibt es derzeit, seit Mai waren 50 hinzugekommen. Es wurden etwa 1400 Schüler:innen aus der Ukraine aufgenommen. Auch gibt es an 13 Schulen das freiwillige Angebot „Sprach- und Kulturvermittlung in ukrainischer Sprache“. Bis zum Herbst soll es das an allen Schulen mit Intensivklassen geben. Dabei wird vier Stunden in der Woche auf Ukrainisch unterrichtet. Denn im Gegensatz zu anderen Geflüchteten „ist immer angedacht, dass die Menschen zurück in ihre Heimat gehen“.

Knapp 200 Lehrkräfte wurden eingestellt. Allerdings ist es etwa bei Grundschulen schwer, Lehrkräfte zu finden. Gymnasiallehrkräfte werden ermuntert, auch in der Grundschule zu unterrichten. Einen Mangel an Grundschullehrkräften gibt es jedoch nicht in ganz Hessen. „Aber es will niemand nach Frankfurt“, sagt Spyra. „Vielen jungen Menschen ist Frankfurt zu teuer.“

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