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Wieder deutlich mehr Touristen in Frankfurt

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Von: Christoph Manus

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Vor der Krise kamen immer mehr Gäste aus Asien nach Frankfurt. Nun spielen diese nur noch eine sehr geringe Rolle.
Vor der Krise kamen immer mehr Gäste aus Asien nach Frankfurt. Nun spielen diese nur noch eine sehr geringe Rolle. © Renate Hoyer

Die Touristenzahlen in Frankfurt steigen wieder. Das Auslandsgeschäft ist aber immer noch schwach und die Hotels sind schlecht belegt.

Nach der Aufhebung der meisten Corona-Auflagen kommen wieder viel mehr Touristen und Geschäftsreisende nach Frankfurt. Nach Zahlen der städtischen Tourismus- und Congress-Gesellschaft verkauften die Frankfurter Beherbergungsbetriebe im April mehr als 591 000 Übernachtungen an fast 314 000 Gäste. Das ist ein riesiges Plus im Vergleich zu den stark von der Corona-Pandemie geprägten Vorjahresmonaten. Die Zahlen liegen aber weiterhin deutlich unter denen vor der Krise. Im April 2019 hatten die Hoteliers noch fast 811 000 Übernachtungen gemeldet. Das Jahr endete mit dem zehnten Tourismusrekord in Folge und gut 10,8 Millionen Übernachtungen.

Kaum Gäste aus Asien

Der Tourismus in Frankfurt hat sich seitdem sehr verändert. Jahrelang waren die Zahlen, befeuert von einem weltweiten Trend zu Städtereisen, gestiegen und gestiegen. Die Stadt lockte nicht zuletzt immer mehr Reisende aus dem Ausland an, etwa aus Asien. Nun verkaufen die Hotels in der traditionell stark international ausgerichteten Stadt nur noch knapp ein Drittel der Übernachtungen an Gäste aus dem Ausland. Noch am stärksten ist das Geschäft mit Reisenden aus den Vereinigten Staaten. Aus China, dem vor der Krise zweitwichtigsten Quellmarkt für den Frankfurter Tourismus, übernachtet dagegen kaum noch ein Reisender in der Stadt.

Die Lage der Hotels bleibt schwierig. Für das riesige Bettenangebot der 273 Beherbergungsbetriebe im Stadtgebiet, die im April geöffnet waren, ist die Zahl der Übernachtungen viel zu gering. Die durchschnittliche Bettenauslastung lag im April bei 26,3 Prozent. Zum Vergleich: Im April des Boomjahres 2019 lag diese Kennzahl noch bei 49 Prozent.

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