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Wichtige Stimme

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Mit der Herrichtung des Cantatesaals als modernes Theater hat die Stadt Michael Quast eine große Rückendeckung gegeben. Jetzt muss die Volksbühne sich behaupten. Ein Kommentar.

Frankfurts vielfältige Theaterszene wächst um eine neue Spielstätte. Und darauf kann die Kommune verdammt stolz sein. Denn nicht nur Oper und Schauspiel, über die gerade in jüngsten Jahren so viel geredet, geschrieben und politisch gestritten wird, machen den Rang der Theaterstadt aus.

Es sind auch die Off- und Off-off-Bühnen jenseits des Willy-Brandt-Platzes, die immer wieder künstlerisch aufhorchen lassen. Junge Gruppen genauso wie Theaterveteranen, die bereits seit Jahrzehnten mit viel Fantasie und Engagement Programm gestalten.

Der große Komödiant Michael Quast mit seiner kritisch-anarchistischen Spielart des Volkstheaters ist da eine wichtige Stimme. Es ist gut, dass er mit der Volksbühne am Großen Hirschgraben nach einer elfjährigen Odyssee durch die Stadt endlich einen festen Ort erhält und von der ABG einen Mietvertrag, der ihm eine langfristige Perspektive eröffnet.

Die Kulturstadt Frankfurt hat an Quast etwas gutzumachen. Schon einmal hatten die Politiker ihm mit dem Paradiesplatz in Sachsenhausen eine Spielstätte versprochen – um dann das Projekt aus Kostengründen zu kippen. Mit der Herrichtung des Cantatesaals als modernes, allen Vorschriften genügendes Theater hat die Stadt Quast eine große Rückendeckung gegeben. Jetzt muss die Volksbühne sich behaupten. Und private Sponsoren müssen das Haus unterstützen.

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