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Bei dem Wetter jagst du doch keinen Hund vor die Tür! Oder höchstens einen!
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Bei dem Wetter jagst du doch keinen Hund vor die Tür! Oder höchstens einen!

Skandal ums Wetter

Genug ist genug

  • Thomas Stillbauer
    vonThomas Stillbauer
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Es muss sich einiges ändern im Lockdown, vor allem das Wetter. Ein beleidigter Kommentar.

So geht’s nicht weiter. Genug. Einmal muss Schluss sein. Wenn solch einschneidende Maßnahmen ergriffen werden, dann ist es wichtig, die Menschen mitzunehmen. Diese drastischen Schritte, wenn sie überhaupt notwendig sind, müssen der Bevölkerung erklärt werden, ruhig, sachlich, klar und deutlich. Von denen da oben. Mit Augenmaß. Wir müssen reden. Es geht um nichts Geringeres als die Wiederherstellung unserer Grundrechte. Es geht ums Wetter.

Ernsthaft: Es kann doch nicht sein, dass die da oben seit Wochen Regen auf uns herunterkippen, immer nur Regen. Du wachst morgens auf. Es regnet. Du willst einkaufen gehen. Es regnet. Du willst joggen. Es regnet. Spazieren. Regnet. Die Katze will nicht raus. Weil es regnet. Du möchtest einfach nur mal kurz auf die Straße, in den Park, um die vier Ecken, weil du das Zuhausebüro nicht 24 Stunden am Stück um dich herum haben willst, verflixt – und es regnet. Immer. Nein. Manchmal schneit’s auch. Oder es hagelt. Nur ein Regal ist leer: Sonnenschein. Wahrscheinlich irgendwo gehamstert.

Herrgott noch mal, oder wer da genau zuständig ist, die Abmachung lautete: Im Lockdown scheint die Sonne. Das war doch Konsens. Das hat doch im Frühjahr 2020 ausgezeichnet geklappt. Oje, oje, haben wir damals gesagt: Jetzt stell dir bloß vor, es würde auch noch die ganze Zeit regnen, hui, das wäre ja schlimm. Da könnte man ja gar nicht raus. Da würde man sich ja total eingesperrt fühlen. Und was ist jetzt? Jetzt schüttet es ohne Ende und es ist auch noch saukalt. Wer hat den Skandal zu verantworten? Sonst gibt es doch auch für alles einen Untersuchungsausschuss.

„Beim schönsten Regenbogen muss auch Regen sein“ – natürlich. Haha. Aber ohne Sonne gibt’s den auch nicht, den Regenbogen. Denkt mal drüber nach.

Klimawandel. In Ordnung, da muss man was machen. Diese Dürre im Sommer, das Baumsterben, die braunen Wiesen, die Kühe mit den heraushängenden Zungen, die Staubhölle auf den Niddaradwegen. Das alles wollen wir nicht haben, auf gar keinen Fall. Natürlich muss diesem Desaster begegnet werden. Mit CO2-Sparsamkeit. Mit nachhaltiger Lebensweise. Auch mit ordentlich Wasser von ganz oben. Aber doch bitte nicht mit monatelangem Dauerregen! Das macht doch so keinen Spaß.

Die Sache ist die: Wir haben Forderungen. Und wir können auch anders, wenn sie nicht erfüllt werden. Erstens: Morgens scheint die Sonne, mindestens vier Mal die Woche. Zweitens: Es regnet nur noch nachts, eine oder zwei Stunden, zwischen 2 und 4 Uhr. Drittens: Reichtum für alle. Bei Forderung drei würden wir über den Zeitraum mit uns reden lassen, in dem sie zu erfüllen ist, alles andere bitte ab sofort.

Wenn nicht, sind wir auch bereit, für unser Recht auf trockene Füße zu demonstrieren. Natürlich zu Hause vorm Computer. Es gelten schließlich immer noch die Abstands- und Hygieneregeln. Außerdem regnet’s draußen.

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