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So könnten die Berghöfe einmal aussehen.

Riedberg

Wettbewerbsentwürfe ausgestellt

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Das Stadtplanungsamt zeigt die Wettbewerbsentwürfe für das neue Wohngebiet. Noch bis 13. Februar sind sie in Kurt-Schumacher-Straße 10 ausgestellt.

Werner Hackermeier spart nicht mit Lob: „Das ist das schönste Grundstück überhaupt“, sagt der Projektleiter der HA Stadtentwicklungsgesellschaft über das 4,3 Hektar große Areal im Universitätsquartier. Acht Hof-Ensembles mit 322 Wohneinheiten sollen südlich der Konrad-Zuse-Straße entstehen. Und gestalterisch für einen Glanzpunkt sorgen: „Ziel ist es, den etwas langweiligen Stil Anfang der 90er-Jahre freizugeben.“

Das „Berghöfe“ getaufte Konzept stammt von den Architekten KCAP aus Rotterdam und Zürich sowie B&V Braun Canton Volleth aus Frankfurt. Das Heidelberger Unternehmen Deutsche Wohnwerte wird das Quartier errichten. Es hat den Investorenwettbewerb für das Gelände in Hanglage im Dezember gewonnen. 21 Investoren hatten ihr Interesse bekundet, 19 anonym ein Angebot abgegeben (die FR berichtete).

Während eines Rundgangs durch das Atrium im Stadtplanungsamt hat der Vorsitzende des Auswahlgremiums, Johann Eisele, am Donnerstag die einzelnen Beiträge vorgestellt. Noch bis 13. Februar sind sie in Kurt-Schumacher-Straße 10 ausgestellt. „Die Gesamtordnung ist etwas, das der Riedberg noch nicht kennt“, sagt Eisele und lobt den Siegerentwurf: „Hier stimmt alles.“

Eigene Identität

Die acht Hof-Ensembles sollen aus bis zu viergeschossigen Häusern bestehen und eine „eigene Identität“ besitzen. Die Fassaden sind aus verschiedenfarbigem Backstein vorgesehen. Entstehen sollen auch zwei kleinere Plätze und ein großer Quartiersplatz. Dort soll sich nach dem Willen von Eisele eine Gemeinschaft bilden.

Das 27,5 Millionen Euro teure Quartier wird im Nord- und Südosten von den Grünanlagen „Topgraphischer Weg“ und „Bonifatiuspark“ umgeben. „Das ist eine besondere Lage am Hang“, findet Sabine Guttmann vom Stadtplanungsamt. Dadurch werde es möglich sein, bis auf die Frankfurter Skyline zu blicken.

Das Quartier ist autofrei geplant. Stellplätze wird es in Tiefgaragen geben. Womöglich soll es auch offene Parkmöglichkeiten für Besucher geben. Die Mieten für die 107 Wohnungen und die Verkaufspreise für die 215 Eigenheime stehen noch nicht fest. „Die beste Lage sollte man zu Top-Preisen verkaufen“, gibt Hackermeier die Marschroute vor. „Das ist die falsche Stelle für kostengünstigen Wohnungsbau“, ergänzt Eisele. Die ersten Häuser können laut Investor Anfang 2016 gebaut werden. Fertig werden könnte das Wohngebiet bis Ende 2020.

Den zweiten Rang beim Auswahlverfahren hatte Corpus Sireo belegt mit einem Entwurf der Architekten Berghof & Haller aus Frankfurt und Florian Krieger, Architektur und Städtebau GmbH, Darmstadt. Dritter wurde Bien Ries mit Plänen von ASTOC aus Köln.

Besuchen kann man die Ausstellung montags bis freitags von 8.30 bis 18 Uhr.

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