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Auch er gehört zur Natur in Frankfurt: der Wildschwein-Eber, hier ausgestopft.

Palmengarten

Viel Sinnliches auf der „Grünen Börse“ im Palmengarten

„Die Grüne Börse“ findet vom 15. März bis 17. März statt.

Es riecht nach ätherischen Ölen, nach Zitronenmelisse und Eukalyptus, ein bisschen wie beim Aufguss in der Sauna. Der Geruch kommt von Blättern, die Dietmar Breimhorst austeilt. Der Gartenpädagoge informiert an seinem Stand über subtropische Zitrusfrüchte und wohlriechende Pflanzenarten.

Der Stand ist Teil der Infoveranstaltung „Natürlich Frankfurt“ im Palmengarten im Westend. Dort erfahren Besucher von Freitag bis Sonntag alles über biologische Vielfalt und die Lebensräume von Flora und Fauna in der Großstadt.

Wie am Palmengarten-Stand von Dietmar Breimhorst gibt es überall auf der Veranstaltung Stände, die die Sinne ansprechen. „Mitmachen, riechen, fühlen, tasten“ sollen die Besucher, sagt die Biologin Christiane Frosch. „Wir wollen keine Messe-Atmosphäre“. Frosch arbeitet für BioFrankfurt, ein Netzwerk verschiedener Naturschutz-Organisationen und -Institutionen.

Auch BioFrankfurt hat einen eigenen Stand. Dort informiert Mitarbeiterin Pia Ditscher über das Projekt „Städte wagen Wildnis“, bei dem in Frankfurt und zwei weiteren Städten ausgewählte Flächen verwildert, also der Natur überlassen werden. Die Besucher können verschiedene Boxen öffnen, an denen man die Natur riechen, fühlen oder auch schmecken kann.

„Wohnen auch für kauzige Mieter“, steht an einem anderen Stand. Der Spruch bezieht sich nicht auf den Frankfurter Wohnungsmarkt, sondern auf den Steinkauz. Die Vogelart hat in Frankfurt einen großen Bestand. Um diesen zu schützen, braucht es Streuobstwiesen. „Halboffene Landschaften“ nennt das Walter Gengenbach von der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie (HGON). Sein Verein setzt sich dafür ein, dass mehr dieser Wiesen entstehen. Außerdem hängen die Vogelschützer Röhren für die Steinkäuze auf.

Andere der insgesamt 17 Stände informieren über gefährdete Tropenvögel, zeigen, welche Lebewesen den Frankfurter Boden bevölkern oder klären über die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt im Stadtwald auf.

Die Veranstaltung „Natürlich Frankfurt“ ist Teil der „Grünen Börse“, die im Palmengarten stattfindet. Dort können Besucher bei Fachhändlern Pflanzenraritäten kaufen oder sich die Orchideenausstellung - ebenfalls mit Beratung und Verkauf - ansehen.

„Die Grüne Börse“ findet vom 15. März bis 17. März statt. Als Rahmenprogramm wird es Führungen und Mitmachaktionen geben wie Pilzwanderungen, Vogelspaziergänge oder ein BioFrankfurt-Quiz.

Die Grüne Börsehat jeweils von 9 bis 18 Uhr geöffnet, der Eintritt kostet für Erwachsene 7 Euro, für Kinder 2 Euro und für Senioren ab 65 Jahren 6 Euro.

Autor: Paul Siethoff

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