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Der Verkehr muss im Bogen um die Baustelle auf der Bockenheimer Landstraße fahren. Foto: Oscar Unger
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Der Verkehr muss im Bogen um die Baustelle auf der Bockenheimer Landstraße fahren.

Westend

Grundwasser stoppt Bau am Aufzug auf der Bockenheimer Landstraße

Ein Gastronom und ein Händler klagen über die Auswirkungen des barrierefreien Ausbau der U-Bahnstation Westend. Anfang kommenden Jahres soll das Vorhaben abgeschlossen werden.

Der Bau des neuen Aufzug für die U-Bahnstation Westend in der Mitte der Bockenheimer Landstraße sorgt bei Anliegern für Unmut. Die Arbeiten an der Verkehrsinsel in Höhe der Myliusstraße störten Sommergärten und die Andienung, klagen sie. Bislang ist ein Vorschacht ausgehoben, derzeit ruht die Baustelle, mit der die Haltestelle barrierefrei werden soll wegen Problemen mit dem Grundwasser.

Philipp Ricken führt das benachbarte Bistro 66 und ist genervt: „Ich habe das Gefühl, es geht dort auch überhaupt nicht voran.“ Und wenn mal Betrieb herrsche, dann wirke sich das auf seinen Sommergarten aus. „Ich muss die Außengastronomie deshalb nicht schließen. Aber der Lärm stört schon sehr.“ Dabei seien die Plätze draußen besonders wichtig, wegen der Pandemie. „Seit Jahren wird darüber diskutiert und ausgerechnet jetzt in dieser Zeit muss dort gebaut werden.“ Zudem gebe es bei der Anlieferungen Probleme.

Das gilt auch für Emre Günduz, der den nahen Supermarkt leitet. Er ist wenig begeistert von der Baustelle. „Es ist aber nicht so schlimm. Vorübergehend waren die Anlieferungen etwas schwierig, aber mittlerweile ist es besser geworden.“ Problematisch sei eher, dass seine Kundschaft keine Parkplätze mehr finde. „Die Leute schimpfen dann, weil sie zum Einkaufen deutlich länger brauchen.“ Auch er wundert sich über die unregelmäßige Arbeit auf der Baustelle.

Damit die Station barrierefrei wird, seien Bauarbeiten nötig, sagt VGF-Sprecher Bernd Conrads. Mit diesen seien immer Lärm und Dreck verbunden, „in Innenstädten auch Verkehrsbehinderungen“. Eine Verschiebung wäre weder gegenüber Kund:innen noch den Interessensverbänden oder der Politik erklärbar gewesen. „In der Regel wird von 7.30 Uhr bis 17 Uhr gearbeitet, freitags bis 14.30 Uhr. Meist werden die Arbeiten schon um 15 Uhr beendet, um Anwohnern und Gastronomie entgegenzukommen. Aus demselben Grund wird an Feiertagen und Wochenenden ebenfalls nicht gearbeitet.“

Aktuell ruhten die Arbeiten – voraussichtlich bis Mitte September. „Obwohl vorher die Grundwasserpegel geprüft wurden, ist die Baufirma auf Grundwasser gestoßen. Wasser abzupumpen und irgendwo einzuleiten, muss – auch bürokratisch einwandfrei – geklärt werden. Die zeitliche Verzögerung sollte aber aufzuholen sein.“ Conrads hat allerdings gute Nachrichten für Anlieger:innen: „Aushub und Bohrungen sind abgeschlossen. Es folgen die Betonschneidearbeiten in die Stationsdecke. Nach Abschluss der Rohbauarbeiten wird es wesentlich ruhiger auf der Baustelle. Die Montage des Aufzugs verursacht kaum Lärm.“ Das solle Mitte Oktober geschehen. Mitte Januar werde die Verkehrsinsel dann fertiggestellt. „Die hierfür notwendigen Straßenbauarbeiten werden nochmals vom üblichen Straßenbaulärm begleitet.“

Mit der Fertigstellung des Aufzuges geht eine jahrelange Diskussion zu Ende. Bis Anfang 2020 hatten Bürgerinitiativen Alternativvorschlägen eingebracht, da sie die Verkehrsinsel unter anderem als unsicher empfinden. Mit der U-Bahnstation Westend sind dann bald alle innerstädtischen U-Bahnstationen barrierefrei erreichbar.

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