_20190321pj019_74864_180920
+
Bei der traditionellen Abiparty im Grüneburgpark fließt auch immer viel Alkohol.

Westend

Abiparty im Frankfurter Grüneburgpark soll geordnet ablaufen

  • Boris Schlepper
    vonBoris Schlepper
    schließen

Jährlich treffen sich über 1000 Oberstufenschüler aus Frankfurt im Grüneburgpark, um gemeinsam das Abitur zu feiern. Fast immer kommt es dabei laut Polizei zu Ordnungswidrigkeiten. Die Grünen wollen den chaotischen Zuständen jetzt ein Ende bereiten.

Die traditionelle Abiparty der Gymnasiasten im Grüneburgpark soll künftig in geordneten Bahnen stattfinden. Die Grünen im Ortsbeirat 2 schlagen vor, der Magistrat möge gemeinsam mit dem Stadtschülerrat, der Initiative für mehr Sauberkeit Cleanffm und der Polizei kritisch über die Feier nach dem Abitur sprechen und ein Konzept erstellen.

Ziel soll es sein, „die bisher nicht angemeldete, chaotische und für die Grünanlage nachteilige Veranstaltung“ in eine angemeldete zu überführen, für die die Schüler sich verantwortlich fühlen, beantragt die Fraktion. Dabei soll etwa über einen geeigneten Ort, Toiletten und den Müll gesprochen werden. Über die Vorlage berät das Gremium in seiner Sitzung am Montag.

Die Sitzung

Der Ortsbeirat 2 tagt am Montag, 21. September, 2020, 19 Uhr, auf dem Universitätscampus Westend, Theodor-W.-Adorno-Platz 5, Hörsaalzentrum, Hörsaal HZ 3. Plätze sind begrenzt. Das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung ist Pflicht.

In der Sitzung werden sich die neuen Schutzfrauen vor Ort des 3. und des 13. Reviers vorstellen. Vertreter des Bauherren wollen über die Entwicklung des exklusiven Wohnturms Park View 160 in der Wolfsgangsstraße informieren. Und Mitglieder des Vereins Stadttaubenprojekt Frankfurt werden über ihr Crowdfunding-Projekt berichten.

Die Grünen möchten die Feier der Abiturienten nicht verbieten. Der Abschluss sei schließlich „Höhepunkt der schulischen Laufbahn für alle Schüler:innen, die das Abitur anstreben“. Da dürfe „gerne auch ausgelassen gefeiert werden“, findet die Fraktion. Dennoch müsse gemeinsam darüber nachgedacht werden, wie einige damit einhergehende negativen Begleitumstände verringert werden könnten.

Bisher belaste die Feier den Park sehr. Nach Ansicht der Grünen könnte die Party auf andere, nicht begrünte Areale verlegt werden. Denkbar seien Flächen unter der Autobahn A66 am Niddapark. Die Fraktion lehnt eine „durchchoreographierte Veranstaltung“ ab. Der spontane Charakter solle beibehalten werden.

In den vergangenen Jahren hatten sich im Grüneburgpark bis zu 1500 Jugendliche getroffen, teilt eine Sprecherin der Polizei auf Anfrage mit. „Der Park hatte sich zunehmend als Anlaufpunkt dafür etabliert.“ Neben teils übermäßigem Alkoholkonsum sei es zu Ordnungswidrigkeiten wie Verunreinigung der Grünflächen gekommen. Vereinzelt seien Straftaten wie Körperverletzungen, Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz, Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung, Taschen- und Trickdiebstahl aufgenommen worden.

Wegen der Corona-Pandemie habe es in diesem Jahr keine Feier gegeben, so die Polizeisprecherin. Kleinere Gruppen hätten sich nach Ansprache durch Beamte direkt wieder „aufgelöst“.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare