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So soll das Hochhaus am Park aussehen.

Westend

Frankfurt-Westend: Baulärm von Luxusturm nervt Anwohner

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Bürger beschweren sich über Grenzüberschreitungen bei den Arbeiten an Großbaustelle für „Park View 160“.

Unter dem Namen „Park View 160“ entsteht angrenzend zum Grüneburgpark im Westend ein neuer Hotel- und Luxuswohnturm. Nach seiner Fertigstellung im kommenden Jahr soll dort Platz für 150 Hotelzimmer sowie 130 Eigentumswohnungen sein. Eigentumswohnungen wohl bemerkt, die mit einem Quadratmeterpreis zwischen 6500 und 19 000 Euro zu den teuersten der Stadt zählen werden. Doch nicht nur aus diesem Grund hält sich bei so manchem die Begeisterung für das Bauvorhaben in Grenzen. Anwohner äußerten bereits bei der Vorstellung des Bauprojektes im Frühjahr 2016 ihren Unmut über eine weitere Großbaustelle in ihrem Viertel und befürchteten, dass die umfangreichen Umbauarbeiten des ehemaligen Hochhauses am Park eine erhöhte Lärmbelästigung mit sich brächten (die FR berichtete).

Nach knapp zwei Jahren Bauzeit wiederholt ein Anwohner, der seinen Namen lieber nicht in der Zeitung lesen möchte, gegenüber der Frankfurter Rundschau nun seine Bedenken. „Wir haben das viel zu lange so laufen lassen“, ärgert sich der Betroffene. Zwar wurde den Anwohnern vor Baubeginn versichert, dass umfangreiche Schallschutzmaßnahmen getroffen werden. Doch dem betroffenen Anwohner zufolge reichten diese bei weitem nicht aus. So berichtet er etwa von einer fortlaufenden Überschreitung der für eine Baustelle in einem Wohngebiet zulässigen Lärmgrenzwerte. Ebenfalls enttäuscht zeigt sich der Anwohner von der städtischen Bauaufsicht. Diese hätte Beschwerden zwar entgegengenommen, „aber man hat nicht das Gefühl gehabt, dass diesen auch wirklich nachgegangen wird, geschweige denn der Bauträger mit irgendwelchen Sanktionen zu rechnen hätte“, ärgert er sich.

Daniel Gabel, Sprecher des Projektes „Park View 160“, weiß um die Unannehmlichkeiten, welche eine Baustelle im direkten Umfeld für Anwohner mit sich bringt. Neben dem Verweis auf die umfangreichen Schallschutzmaßnahmen der Baustelle berichtet er auch von einem eigens eingerichteten Anwohnertelefon, an welches Anwohner Anregungen oder Kritik richten können. Gabel betont außerdem, dass an drei verschiedenen Punkten auf der Baustelle täglich die Schallemissionen gemessen werden, „sodass wir bei Bedarf gegensteuern können.“ Er räumt auch ein, dass Messungen ergeben haben, „dass an einzelnen Tagen der Beurteilungspegel im östlichen Teilbereich der Baustelle überschritten wurde.“ Daraufhin seien jedoch umgehend zusätzliche Maßnahmen ergriffen wurden, um das Geräuschniveau zu wieder senken und somit „die gesetzlichen und mit der Bauaufsicht abgestimmten Grenzwerte wieder eingehalten“, versichert Gabel.

Laut Uwe Amend, dem stellvertretenden Leiter der Bauaufsicht, wird die Baumaßnahme seitens seiner Behörde eng begleitet. Er berichtet zwar davon, dass es in der Vergangenheit partiell zu Lärmüberschreitungen gekommen sei und die Bauaufsicht daher auf der Baustelle vorstellig werden musste. Da diese Beschwerden seitens des Bauträgers jedoch stets ernst genommen wurden und entsprechend darauf reagiert wurde, attestiert er diesem insgesamt „ein gutes Beschwerdemanagement“.

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