+
Die Ambulanz an der Frankfurter Universitätsklinik leistet wertvolle Arbeit.

KOMMENTAR

Wertvolle Arbeit

  • schließen

Die Kinderschutzambulanz schließt eine Lücke. Ein Kommentar.

Der zweijährige Kevin, der tot im Kühlschrank seines drogensüchtigen Vaters in Bremen gefunden wurde; die 14 Monate alte Jacqueline aus dem nordhessischen Bromskirchen, die ihre Eltern qualvoll verhungern ließen. Mehr als zehn Jahre ist es jetzt her, dass Fälle wie diese die Republik erschütterten. Dass die Politik reagieren musste. Erst Hessen, einige Jahre später der Bund mit einem neuen Kinderschutzgesetz. Das kann nicht verhindern, dass die Schwächsten unserer Gesellschaft nach wie vor hochgradig gefährdet sind. Sie verdienen unseren Schutz – und dass wir achtsam sind, wenn ein Kind merkwürdige Verletzungen hat oder sich auffällig sexualisiert verhält.

Die Ambulanz an der Frankfurter Universitätsklinik nimmt diesen Ball auf. Mit ihrem ganzheitlichen Ansatz schließt das kleine Team im Schulterschluss mit Vertretern anderer Fachbereiche und Berufsgruppen eine wichtige Lücke. Dass die existiert, zeigen die jährlich zunehmenden Zahlen an jungen Patienten. Keiner streitet ab, dass dort wertvolle Arbeit geleistet wird. Dass sie chronisch unterfinanziert ist, ist beschämend.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare