Produktion

Werkzeughersteller Walter will Standort schließen

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Der Werkzeughersteller Walter will Frankfurt als Produktionsstandort aufgeben. 200 Angestellte sind davon betroffen. Die IG Metall spricht von einer absoluten Schweinerei.

Die Firma Walter, die Präzisionswerkzeuge zur industriellen Metallbearbeitung herstellt, will nach eigenen Angaben ihren Frankfurter Produktionsstandort in Rödelheim schließen. Geplant ist, bis Frühjahr 2021 die Produktion auslaufen zu lassen.

„Der Schritt fällt uns nicht leicht“, sagte eine Sprecherin des börsennotierten Unternehmens. Man müsse auf eine abflachende Marktentwicklung reagieren und agiere frühzeitig, aus einer starken Position heraus. Die Produktionskapazitäten in Deutschland zu verringern, sei notwendig.

Rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind von der geplanten Schließung betroffen. Einigen wolle man Stellen an anderen deutschen Standorten oder im Ausland anbieten. „Aber es ist unwahrscheinlich, dass wir das bei jedem machen können.“

Michael Erhardt, 1. Bevollmächtigter der Gewerkschaft IG Metall Frankfurt, nennt das Vorhaben eine „absolute Schweinerei“. Mit den Hochpräzisionswerkzeugen sei gutes Geld verdient worden und nun wolle man einen Standort nur wegen einer strategischen Entscheidung schließen. „Wir werden uns das nicht bieten lassen“, sagte Erhardt der FR. Eine Profitmaximierung durch günstigere Produktion im Ausland sei nicht hinnehmbar. Dass langjährige Mitarbeiter mit gefestigtem Lebensumfeld eine Stelle weit weg annehmen, sei wenig realistisch. Erhardt fordert nun, nochmals nach Alternativen zur Schließung zu schauen. 

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