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Ein Feldhamster im Opel-Zoo - in freier Natur ist das Nagetier selten geworden. Foto: Renate Hoyer
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Ein Feldhamster im Opel-Zoo - in freier Natur ist das Nagetier selten geworden.

Artenschutz

Wenn Feldhamster, Fledermäuse und Eidechsen dem Bau im Wege sind

  • Florian Leclerc
    VonFlorian Leclerc
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Eidechsen, Fledermäuse und Feldhamster haben in Frankfurt schon so manches Bauprojekt verzögert oder auf Eis gelegt.

Der Schutz von gefährdeten Tierarten hat schon so manches Bauprojekt verzögert oder auf Eis gelegt. Für den Bau des Riederwaldtunnels zwischen A66 und A661 wollte die einst zuständige hessische Verkehrsbehörde Hessen Mobil eine Reihe alter Bäume im Erlenbruch fällen lassen. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) wies darauf hin, Fledermäuse würden sich an der Leitstruktur der Bäume orientieren - und klagte gegen den Planfeststellungsbeschluss von 2007. Der Verwaltungsgerichtshof in Kassel regte einen Vergleich an. Hessen Mobil verlegte die Autobahntrasse, so dass die Bäume stehen bleiben konnten. 2019 zog der BUND seine Klage zurück.

Eidechsen leben oft an Gleisen, weshalb die Deutsche Bahn bei jedem Ausbauprojekt zunächst Eidechsen umsiedeln lassen muss. Das betraf zuletzt die nordmainische S-Bahn oder die Main-Weser-Bahn zwischen Frankfurt und Bad Vilbel. Auch für den Ersatzbau der Lahmeyerbrücke wurden Eidechsen umgesiedelt. Besonders viele Zauneidechsen lebten einst in Bergen-Enkheim, wo die Stadt das Neubaugebiet an der Leuchte errichtete. Vorher musste sie rund 1000 Eidechsen umsiedeln. Dazu wurde 2013 auf einem drei Hektar großen Areal in Fechenheim ein Ersatzlebensraum geschaffen.

Feldhamster verhindern momentan, dass neue Wohnungen in Sindlingen entstehen. Auf den Flächen westlich und südlich der Ferdinand-Hofmann-Siedlung will die Stadt eigentlich bis zu 2000 Wohnungen bauen. Weil streng geschützte Feldhamster auf den Feldern bei Sindlingen leben, wird das Neubaugebiet derzeit nicht entwickelt. Das Bauland wird überwiegend als Ackerland genutzt, es gibt Sportanlagen, Parkplätze und Kleingärten. Das Gelände wird regelmäßig auf Feldhamster untersucht, um zu beobachten, ob sie weitergezogen sind. Aktiv umsiedeln will die Stadt die Nagetiere nicht. fle

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