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Wenn die Katzen tanzen

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Von: Meike Kolodziejczyk

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Seit mehr als 40 Jahren bitten die Londoner „Jellicle-Cats“ zum Ball.
Seit mehr als 40 Jahren bitten die Londoner „Jellicle-Cats“ zum Ball. Alessandro Pinna © Alessandro Pinna

„Cats“ gehört zu den erfolgreichsten Musicals überhaupt. Vom 20. Dezember an gastiert der Genre-Klassiker als Weihnachtsgastspiel in der Alten Oper Frankfurt

Ein Schrottplatz in London, die Katzen der Stadt treffen sich zum alljährlichen „Jellicle Ball“. Sie pflegen ihre Eitelkeiten, fahren ihre Krallen aus und wetteifern mit Tanz, Gesang und Akrobatik um das Wunder der Wiedergeburt. Mit dabei sind die gealterte Diva Grizabella, die unschuldige Victoria, der Zauberkater Mistoffelees, das Oberhaupt Old Deuteronimy, der Bösewicht Macavity und viele Pfoten mehr. Und über allem scheint der silberne Vollmond.

Seit der Uraufführung 1981 gehört „Cats“ mit mehr als 73 Millionen Zuschauer:innen weltweit zu den erfolgreichsten Musicals überhaupt. Von Dienstag an können weitere Menschen die Originalproduktion vom Londoner West End als Weihnachtsgastspiel in der Alten Oper erleben.

Das Musical

Das Musical „Cats“ gastiert von Dienstag, 20. Dezember, bis Samstag, 7. Januar in der Alten Oper Frankfurt, Opernplatz 1. Gespielt wird täglich um 19.30 Uhr, an manchen Tagen außerdem auch um 14.30 Uhr. Nur an Heiligabend und am 2. Januar gibt es keine Vorstellung. Am 7. Januar beginnt die erste Show um 13.30 Uhr und die zweite um 18.30 Uhr.

Die Vorpremiere und die Premiere am 20. und 21. Dezember sind fast ausverkauft, Tickets zum Preis von 37,40 Euro bis 117,40 Euro gibt es vor allem noch für die Termine nach Weihnachten und im neuen Jahr. myk

www.alteoper.de

www.cats-musicals.de

Es war ein Kinderbuchklassiker, der den Impuls zur Bühnenshow gab: 1939 hatte der Katzenliebhaber und Literaturnobelpreisträger T. S. Eliot mit seinem „Old Possum’s Book of Practical Cats“ eine schillernde Katzenwelt geschaffen; die Gedichtsammlung gehörte in England bald in jeden Haushalt. 1981 schuf der Dramaturg und Regisseur Trevor Nunn daraus ein Konzept, das Eliots Sprachgenie würdigte und gleichzeitig auf der Bühne funktionierte. Passend dazu schneiderte der britische Musicalkomponist Andrew Lloyd Webber ein musikalisches Gewand – einen Genremix mit Melodien, die längst selbst zu Klassikern geworden sind, allen voran Grizabellas „Memory“, in dem sie von Erinnerungen an ihre glanzvollen Zeiten singt.

Seit dem Frühjahr 2022 ist der Klassiker wieder zurück auf den Bühnen dieser Welt, in der englischsprachigen Erfolgsproduktion, die 2015 als „Bestes Musical Revival“ für den „Laurence Olivier Award“ nominiert war. In Frankfurt wird „Cats“ präsentiert von der Alten Oper und BB Promotion. Gillian Lynnes Choreografien sowie die charakteristischen Kostüme und das Bühnenbild von John Napier komplettieren das Kunstwerk, das seit mehr als 40 Jahren entsteht, wenn die Katzen zum Ball bitten: Eine Symbiose von geschmeidigen Bewegungen, menschlichen Eigenschaften und zeitloser Musik.

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