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Auch die fünfjährige Naomi (Mitte) packt mit an.

Nordwest

Weniger Müll als sonst

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Ganze 15 Tresore, etwa 20 Fahrräder und zwei noch mit Öl befüllte Motoren, dazu Plastikmüll und Altmetall: Etwa 70 Helfer haben die Nidda und ihre Ufer von Unrat gesäubert.

Ganze 15 Tresore, etwa 20 Fahrräder und zwei noch mit Öl befüllte Motoren, dazu Plastikmüll und Altmetall. All das haben Helfer am Samstag aus der Nidda gefischt. Das berichtet Jürgen Lungwitz, der den Einsatz als Vorsitzender der Gemeinschaft der Frankfurter Nidda-Fischereipächter koordinierte. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss der sechs Angelvereine im Stadtgebiet, die seit Jahrzehnten die Reinigungsaktion gemeinsam organisieren.

Alle zwei Jahre säubern Mitglieder der anliegenden Angelvereine den Fluss von der Quelle im Vogelsberg bis zur Wörthspitze in Höchst. In Frankfurt haben die Angler zwischen der Autobrücke der Bundesstraße 3 im Norden, an der Stadtgrenze zu Bad Vilbel bis zur Mündung in den Main bei Höchst gearbeitet.

Mehr als 70 Helfer sind im Einsatz, darunter neben dem Frankfurter Fischereiverein die Angelklubs aus Hausen, Heddernheim, Höchst, Nied und Praunheim. Die Mitglieder würden auch dazwischen immer wieder Müll sammeln, um das Gewässer sauber zu halten, sagt Lungwitz. Auch Schüler und Lehrer der Französischen Schulen in Praunheim helfen traditionell mit. Unterstützt werden die Ehrenamtlichen von der Stadtentwässerung, die Fahrzeuge mit Seilwinden zur Bergung stellt, vom Entsorgungsunternehmen FES, das Handschuhe, Greifzangen und Müllbeutel mitbringt und von einer Brauerei, die Getränke spendiert.

Insgesamt ist es dieses Mal weniger Müll als bei den letzten Reinigungsaktionen. Da die Nidda an einigen Stellen bis zu zwei Meter tief sei, werden für die Aktion gewöhnlich die Tore der Wehre geöffnet, um den Wasserpegel zu senken. Das ist diesmal nicht nötig gewesen, weil der Pegel aufgrund des trockenen Sommers ohnehin niedrig genug ist.

Deshalb hätte Lungwitz auf der knapp 20 Kilometer Strecke mit mehr Müll gerechnet. „Es war überraschend und freut uns sehr, dass es so wenig war“, sagt er. Vor zehn Jahren seien zum Vergleich dreimal so viele Tresore zum Vorschein gekommen, dazu 80 Autoreifen, Dutzende Einkaufswagen und Verkehrsschilder. Den Grund für die unvermutete Ordnung kennt Lungwitz nicht. Freut sich aber trotzdem.

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