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Eine der Lärmquellen sind Flugzeuge.

Umwelt

Weniger Krach im Ballungsraum Frankfurt und Rhein-Main

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Karten zeigen die aktuelle Belastung und enthalten Ideen zur Lärmminderung. Die Bürger können dazu nun Stellung nehmen.

Autos, Züge, Flugzeuge, Industrieanlagen – Lärmquellen gibt es viele. Vor allem im Ballungsraum Frankfurt-Rhein-Main ist kaum ein ruhiges Fleckchen zu finden. Das wird beim Blick auf die Lärmkarten deutlich, die das Regierungspräsidium Darmstadt nun veröffentlicht hat.

Ziel der Veröffentlichung ist es, auf Dauer den Lärm zu verringern. Dazu werden zurzeit Lärmaktionspläne aufgestellt. Die Entwürfe dazu sind von 25. November bis 21. Januar einsehbar. Kommunen, die Träger öffentlicher Belange, aber auch die Bürgerinnen und Bürger können in diesem Zeitraum ihre Stellungnahmen dazu abgeben, wo es besonders laut ist und was man dagegen tun könnte.

Die aktuellen Pläne zeigen auf, wie sehr der Verkehr nahezu die gesamte Region mit seinen Geräusch-Emissionen überzieht. Die Vorlage des Regierungspräsidiums enthält bereits konkrete Vorschläge zur Lärmminderung, die nun geprüft werden sollen. Dabei geht es vor allem um Lärmschutzwände, die Sanierung von Fahrbahndecken oder um Schallschutzfenster, für die auch Zuschüsse gewährt werden können. Auch Verkehrsbeschränkungen wie zum Beispiel Geschwindigkeitsbegrenzungen sind mögliche Maßnahmen. Ein Schwerpunkt der Planung liegt laut Regierungspräsidium in dem Versuch, ruhige Gebiete zu entwickeln. Dort sollen Menschen sich erholen können.

Der Regierungsbezirk Darmstadt umfasst ganz Südhessen und den Ballungsraum Frankfurt-Rhein-Main. Es ist eine der am dichtesten und wirtschaftsstärksten Regionen in Deutschland und Europa. Fast vier Millionen Menschen leben hier.

Die Lärmkarten dienen der großräumigen Darstellung von Belastungen durch Umgebungslärm, der durch die vier Hauptlärmquellen Straßenverkehr, Schienenverkehr, Flugverkehr und Industrieanlagen verursacht wird. Andere Lärmquellen, etwa von Sport- und Freizeitanlagen, sind dort nicht erfasst. Für die Berechnungen des Umgebungslärms werden daher nicht alle vorhandenen Lärmquellen berücksichtigt.

Die Kartenund weitere Informationen gibt es unter hlnug.de und laerm.hessen.de

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