Frankfurt

Weniger Gäste bei Party in Frankfurter Sommergärten

  • Georg Leppert
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Ursprünglich sollten bis zu 1000 Menschen vor den Clubs feiern dürfen. Nun rudert das Gesundheitsamt zurück.

Die sogenannten Sommergärten haben ihren ersten Rückschlag erlitten, bevor sie überhaupt begonnen haben. Die Stadt Frankfurt lässt zu den Veranstaltungen nur 250 Gäste zu. Diese Zahl gilt hessenweit für alle Zusammenkünfte. Allerdings können die Gesundheitsämter Ausnahmen genehmigen, sofern ein überzeugendes Hygienekonzept vorliegt. Das hatte die Stadt Frankfurt im Fall der Sommergärten vor. Bis zu 1000 Besucherinnen und Besucher sollten kommen dürfen. Am Donnerstag aber ruderte Gesundheitsdezernent Stefan Majer (Grüne) zurück. Die Infektionslage lasse Ausnahmen derzeit nicht zu, sagte er.

Um unkontrollierte Partys auf öffentlichen Plätzen einzudämmen und um die Kulturszene zu stärken, hatte die Stadt ein Konzept für „Kultursommergärten“ beschlossen. Dabei können die Gäste auf einem abgesperrten Gelände im Freien zusammenkommen und feiern – sofern sie sich an das Hygienekonzept halten. Nach einer längeren Diskussion entschied sich die Stadt dagegen, öffentliche Plätze zu nutzen. Bespielt werden das Außengelände des Tanzhaus West im Gutleut, der Platz vor der Batschkapp in Seckbach und das Gelände rund um „Das Bett“ im Gallus. Das jeweilige Programm soll in Kooperation mit Clubbetreibern in Frankfurt stattfinden. Los geht es am heutigen Freitag um 19 Uhr am Tanzhaus West (Gutleutstraße 294). Auftreten wird die Urban Club Band aus dem Gibson Club. Der Eintritt kostet fünf Euro. Zehn Prozent der Einnahmen gehen in einen Fonds für notleidende Künstlerinnen und Künstler.

So gut die Hygienekonzepte auch sein mögen: Größere Veranstaltungen kämen derzeit nicht in Frage, sagte Majer. Das gelte auch für Konzerte und Fußballspiele. Dass die Eintracht Mitte September vor Publikum in die Fußball-Saison startet, erscheint nach dieser Ansage so gut wie ausgeschlossen.

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