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Ist der Baum geschwächt, haben Pilze und Käfer leichtes Spiel.

Botanischer Garten

Wenig Wasser, viel Arbeit

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Wie der Botanische Garten mit der Trockenheit umgeht.

Trockenheit, Hitze, Wassermangel, Sturm – was macht eigentlich eine Einrichtung wie der Botanische Garten, wenn der Klimawandel zuschlägt? 4000 Pflanzenarten auf rund acht Hektar, unzählige Bäume: Die wird man ja vermutlich nicht alle gießen können. Oder etwa doch?

„Wir gießen auch unsere Bäume“, sagt Andreas König, stellvertretender Technischer Leiter des paradieshaften Grüngeländes an der Seite des Palmengartens. „Vorigen Sommer haben wir sogar unsere Buchen gegossen.“ Besondere Umstände erfordern besondere Maßnahmen.

Mussten dafür eigentlich zusätzliche Arbeitskräfte engagiert werden? Aber nein, sagt König. Überstunden? Auch das nicht. „Das Gießen gehört bei uns zur normalen Gartenarbeit. Dann muss man halt mal weniger Unkraut jäten.“

Wie sind die Auswirkungen der jüngsten Ereignisse auf den Botanischen Garten? „Wir haben in den vergangenen Wochen viele Sturmschäden ausgeputzt“, berichtet König, „aber zum Glück haben wir im Sturm kaum etwas verloren.“ Weil es günstigerweise aus südlicher Richtung wehte; das half ein wenig.

Der nächste Sommer kommt freilich gewiss, und es sieht ganz so aus, als käme in Zukunft öfter mal das Unkraut – auch Wildkraut genannt – ungeschoren davon. „Ein trockener Sommer macht viel Arbeit“, resümiert der Gartenmann und überrascht mit dem Nachsatz: „Aber lieber zu wenig Wasser als zu viel.“ Wirklich? „Ja. Zu wenig Wasser kann man managen. Zu viel nicht.“ 

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