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Weimar verlässt Fraport-Aufsichtsrat

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Minsterpräsident Bouffier schlägt als Nachfolger Finanzminister Schäfer vor. Feldmann fordert Al-Wazir.

Stabwechsel im Aufsichtsrat von Fraport: Karlheinz Weimar (CDU) gibt in der Hauptversammlung am 26. Mai den Vorsitz ab und verlässt das Gremium. Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) schlägt als Nachrücker Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) vor. Ob dieser auch den Vorsitz übernimmt, entscheidet das Gremium in einer Wahl. Frankfurts OB Peter Feldmann (SPD) forderte den grünen Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir auf, den Spitzenposten zu übernehmen: „Es ist jetzt die Chance für einen Neuanfang – und Minister Al-Wazir wäre eine gute Besetzung, weil er in seinem Amt die Themen Wirtschaft und Verkehr vereint.“

Das Land ist mit mehr als 31 Prozent an der Betreiberin des Flughafens beteiligt, Frankfurt mit gut 20 Prozent. Der frühere Hessische Finanzminister Weimar hatte seinen Rückzug mit seinem 70. Geburtstag begründet, den er am 30. Januar feierte. Beinahe 17 Jahre habe er sich für das Unternehmen und seine mehr als 20 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingesetzt.

„Fraport ist nicht irgendein Arbeitgeber.“ Die internationale Luftverkehrsdrehscheibe sei Deutschlands größte Arbeitsstätte. Sie „ist für die Region, für Hessen und für Deutschland von immenser Bedeutung“. Deshalb trage das Unternehmen besondere Verantwortung.

Neben Weimar sitzen für das Land der Landtagsabgeordnete Frank-Peter Kaufmann (Grüne) und der frühere Wirtschafts- und Verkehrsminister Lothar Klemm (SPD) im Aufsichtsrat. Die Stadt Frankfurt ist durch Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) und Bürgermeister Uwe Becker (CDU) vertreten. Die privaten Aktionäre sind mit fünf Personen dabei, die Arbeitnehmervertretung mit zehn.

Weimar habe sich für eine Stärkung des Airports engagiert, sagte Ministerpräsident Bouffier, er habe dabei aber nie die Interessen der Anwohnerinnen und Anwohner aus den Augen verloren.

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