Fahrradstadt

Wegweiser für Radelnde im Frankfurter Westend

  • Helen Schindler
    vonHelen Schindler
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Frankfurt bewegt sich mit kleinen Schritten weiter in Richtung Fahrradstadt. Im Westend hat das Straßenverkehrsamt 365 Schilder aufgestellt.

1, 1 Kilometer zur Innenstadt, 0,2 Kilometer zur Alten Oper, 5,1 Kilometer nach Rödelheim und 1,4 Kilometer zum Campus Bockenheim - diese Angaben können Radfahrende dem neuen Schild an der Bockenheimer Landstraße/Ecke Kettenhofstraße entnehmen. Mit diesem Wegweiser hat Frankfurt einen weiteren kleinen „Meilenstein“ auf dem Weg zur Fahrradstadt geschafft. Denn der am Mittwoch im Beisein von Verkehrsdezernent Klaus Oesterling (SPD) aufgestellte Wegweiser ist einer der letzten in den Stadtteilen Westend-Süd und Westend-Nord.

„Mit der Beschilderung machen wir das Wegenetz sichtbar und erhöhen die Attraktivität des Westends für den Radverke hr“, sagte Oesterling. Im Westend, das ein „Hotspot des Radverkehrs“ sei, könne man viele Strecken schneller mit dem Rad als mit dem Auto oder den öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen.

„Im Monat wird circa ein Stadtteil mit Wegweisern versorgt“, so der Verkehrsdezernent weiter. „Das Westend war mit seinen 30 000 Bewohnerinnen und Bewohnern einer der aufwendigsten Stadtteile.“ Aktuell werden parallel im Dornbusch Schilder aufgestellt, danach geht es weiter im Nordend-Süd und im Bahnhofsviertel.

In Westend-Nord und Westend-Süd hat das Amt für Straßenbau und Erschließung (ASE) 365 Schilder an 115 Standorten aufgestellt. Die Wegweiser sollen den Radfahrenden im dichten Straßennetz dabei helfen, die Übersicht zu bewahren und sollen sie in die richtige Richtung lotsen.

Insgesamt sind in Frankfurt nach Angaben des Verkehrsdezernats seit 2018 rund 5500 Schilder an mehr als 2500 Standorten aufgestellt worden. „Bei einem einzigen von diesen 5500 Schildern gab es mal einen Fehler“, erinnerte sich Oesterling. Auf einem Wegweiser zum Griesheimer Bahnhof habe statt 0,5 Kilometern 5,0 gestanden. „Damals war die Aufmerksamkeit, auch in der Presse, groß, aber der Fehler wurde schnell ausgebessert.“

Bisher hat der Ausbau der Radroutenbeschilderung laut ASE rund 250 000 Euro gekostet. Der Magistrat hat für den stadtweiten Ausbau des Radroutennetzes insgesamt rund 675 000 Euro angesetzt.

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