Politik

Wegen Thüringen: Frankfurter SPD ist empört über CDU-Mann

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Christoph Schmitt hatte die Wahl von Thomas Kemmerich zum Ministerpräsidenten begrüßt. Das könnte nun zur Belastung für die Römer-Koalition werden. Auch ein FDP-Stadtverordneter steht in der Kritik.

Die SPD-Fraktion im Römer hat die Stadtverordneten Christoph Schmitt (CDU) und Yanki Pürsün (FDP) wegen ihrer Äußerungen zur Ministerpräsidentenwahl in Thüringen scharf kritisiert. Pürsün hatte seinem Parteifreund Thomas Kemmerich auf Twitter zur Wahl gratuliert und erklärt, er habe „Vertrauen in seine Person und Integrität“. Schmitt schrieb auf Facebook von einer „angenehmen Überraschung“ und einem „schönen Tag für Thüringen und die Parteien der Mitte“.

„Ich finde es schockierend, dass beide Kollegen völlig kritiklos die Wahl eines Ministerpräsidenten bejubelt haben, die dieser den Stimmen der AfD inklusive des Faschisten Björn Höcke zu verdanken hat“, sagte Holger Tschierschke (SPD). In Schmitts Fall, den er eigentlich als „prinzipientreuen, christlich geprägten Konservativen“ kenne, könnte die Äußerung zu einer Belastung für die Römer-Koalition werden.

Schmitt sagte auf FR-Anfrage, er habe zum Ausdruck bringen wollen, dass ein Ministerpräsident der FDP besser sei als einer der Linken. Dass die AfD ihren eigenen Kandidaten nicht wählt, sei nicht vorhersehbar gewesen. Dass Kemmerich die Wahl trotz AfD-Unterstützung angenommen habe, sei problematisch, liege aber nicht in der Verantwortung der CDU. Yanki Pürsün war für die FR am Freitagnachmittag nicht zu erreichen.  

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