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Sylvia Weber (SPD), Frankfurts Dezernentin für Bildung und Integration.

Magistrat

Frankfurt: Sylvia Weber lobt sich selbst

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Zweieinhalb Jahre nach Amtsantritt ist die Dezernentin für Bildung und Integration mit ihrer Arbeit zufrieden.

Frankfurts Dezernentin für Bildung und Integration, Sylvia Weber (SPD), hat am Freitag eine durchweg positive Bilanz ihrer eigenen Tätigkeit in den vergangenen zweieinhalb Jahren gezogen. Es habe sich „als sehr gut erwiesen“, den Bereich Integration einem hauptamtlich geführten Dezernat zuzuordnen und ihn an die Zuständigkeit für die Bildung zu koppeln, sagte sie. In einer wachsenden Stadt wie Frankfurt, in der mehr als die Hälfte der Einwohner einen sogenannten Migrationshintergrund habe und die daher „eine Stadt ohne eindeutige Mehrheit“ sei, müsse die für die Integration notwendige städtische Infrastruktur quantitativ und qualitativ „mitwachsen“.

Als Symbol für die Stärkung der Integrationsarbeit in ihrer Amtszeit seit Juli 2016 bezeichnete Weber das neue städtische Zentrum an der Mainzer Landstraße im Gallusviertel, in dem früher die Barmer Krankenkasse ihren Sitz hatte und in dem sich seit Januar die neuen Räume des mittlerweile 50 Mitarbeiter beschäftigenden Amts für multikulturelle Angelegenheiten (Amka) befinden. In das Gebäude ziehen auch die Volkshochschule, die Gesellschaft für Jugendbeschäftigung, der Frankfurter Ausländerbeirat und andere Initiativen ein. Das Haus biete Veranstaltungsräume, eine Küche, Büros und eine eigene Kinderbetreuung und stehe „in der guten Frankfurter Tradition der Bürgerhäuser und der Bildungsvereine“, sagte Weber. Das neue Zentrum ermögliche Austausch und Vernetzung und stärke die soziale Infrastruktur in Frankfurt.

Als Schwerpunkt ihrer Arbeit in den vergangenen Monaten bezeichnete Weber die interkulturelle Öffnung der Verwaltung. „Wir wollen, dass interkulturelle Kompetenz in allen Bereichen der Verwaltung gelebt wird“, sagte sie. Interkulturelle Bildung sei eine Kompetenz, die bei der Einstellung und Fortbildung von Mitarbeitern mittlerweile eine hohe Relevanz habe. Außerdem betonte Weber, sie habe seit ihrem Amtsantritt einiges für die LGBTIQ-Community erreicht und unter anderem den vergangenen „Christopher Street Day“ erstmals mit 10 000 Euro gefördert. Auch die Frankfurter Jugendhilfe sei deutlich ausgebaut worden.

Im Bildungsbereich seien unter ihrer Ägide insgesamt 3124 neue Betreuungsplätze in Kitas, Krippen und Horten geschaffen worden. Dieser Ausbau müsse auch in Zukunft weiter vorangetrieben werden. „Es ist uns wichtig, dass alle Kinder Zugang zu vorschulischer Bildung haben“, sagte die Dezernentin. Außerdem erstelle man gerade ein Konzept für die Ganztagsbetreuung an Schulen, mittelfristig sollten alle Frankfurter Schulen Ganztagsschulen werden.

Bei den Schulen bleibe der Bedarf wegen der hohen Schülerzahlen ebenfalls groß, sagte Weber. Gemeinsam mit ihrem Magistratskollegen, dem Reformdezernenten Jan Schneider (CDU), sei ihr Dezernat permanent auf der Suche nach geeigneten Flächen für neue Gebäude. Seit ihrem Amtsantritt habe sie sieben neue Schulen in Frankfurt eröffnet „und wir werden noch viele weitere Schulen bauen müssen“, sagte Weber. Aktuell brenne ihr besonders die neue Grundschule in Niederrad auf den Nägeln, für die es leider immer noch keinen passenden Standort gebe.

Die Zusammenarbeit im Magistrat bewertete Weber auf Nachfrage als produktiv. Es gebe ein „großes Interesse“ an ihren Themen, im Großen und Ganzen würden ihre Ideen umgesetzt.

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