+
Die Wasserspiele im Günthersburgpark sind in Betrieb.

Wasserspiele in Frankfurt

Wasser marsch

  • schließen

Die Wasserspiele in Schwanheim bleiben auch in diesem Sommer ausgeschaltet. Die Stadt Frankfurt setzt andere Prioritäten. Der FR-Kommentar.

Schön ist sie geworden, die neue Altstadt. Das müssen auch die Kritiker von einst einräumen. Ein neues altes Stück Frankfurt mitten in der Stadt. Die Touristen lieben das Viertel jetzt schon.

Pompös könnten sie ausfallen, die neuen Bühnen. Denn viele Politiker sehen den schlechten baulichen Zustand der Theater-Doppelanlage auch als Chance. Von einer kleinen Lösung wollen viele im Römer nichts wissen. Bloß keine Flickschusterei. Dann lieber ein ordentlicher Neubau.

Nötig war sie, die Neugestaltung der Zeil. Das alte Erscheinungsbild wirkte ziemlich heruntergekommen. Nun macht die Einkaufsstraße wieder etwas mehr her. Den Einzelhandel freut es allemal

Alle diese Projekte haben zweierlei gemeinsam. Erstens: Sie sind extrem teuer. Und zweitens: Sie werten die Stadtmitte auf. Dagegen ist nichts zu sagen, viel zu lange war die Rede von der verödeten Frankfurter Innenstadt.

Doch wenn jetzt das zweite Jahr in Folge die Wasserspiele im Schwanheimer Wald ausgeschaltet bleiben, wenn ganze Familien an einem langen Wochenende Frust schieben, weil es bei 30 Grad keine Erfrischung gibt, wenn somit das Freizeitangebot im ohnehin nicht gerade begünstigten Frankfurter Westen weiter zurückgefahren wird, wenn es seitens des zuständigen Amtes heißt, man habe leider gerade nicht genügend Kapazitäten für die Planung, und der Baubeginn für ein simples Sprühfeld „frühestens“ im Frühjahr 2019 liegen soll – müsste man dann nicht doch nochmal über Prioritäten in dieser Stadt reden?

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare