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In diesem Fall stimmt’s: Hinter den CDU-Buchstaben stehen echte Christdemokraten.
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In diesem Fall stimmt’s: Hinter den CDU-Buchstaben stehen echte Christdemokraten.

RÖMERBRIEFE

Was sie reden, was sie tun

  • Sandra Busch
    VonSandra Busch
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  • Georg Leppert
    Georg Leppert
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Ungeschönte Wahrheiten auf einer gefälschten CDU-Homepage – gerechterweise müsste es solche Plagiate auch für andere Parteien geben. Die FR-Glosse aus dem Frankfurter Rathaus.

Busch: Wenn Lokale wieder offen sind, schreiben wir die Römerbriefe mal bei einem guten Essen.

Leppert: Ich bestelle Gemüsespaghetti mit Kichererbsensalat.

Busch: Bitte? Kein Schnitzel?

Leppert: Doch, natürlich. Hört sich aber besser an als das, was ich dann tue.

Sie haben es sicher mitbekommen, liebe Freundinnen und Freunde der Kommunalpolitik. Da hat jemand einfach eine CDU-Internetseite gefälscht. Und die falsche Homepage will „einen Einblick in die Arbeit der Frankfurter CDU bieten. Ungeschönt und so ehrlich, dass es wehtut“. Im ebenfalls gefälschten Parteiprogramm geht es um Kapitel wie „Obdachlosigkeit und Armut – von der CDU gefördert“ oder „Kameraüberwachung – mit der CDU stirbt die Freiheit mit Sicherheit“. Darüber ist die echte CDU wütend. Wir wollen nun die Römerbriefe nutzen, für Gerechtigkeit zu sorgen. Und gerecht ist, wenn auch andere Parteien Seiten mit dem Motto der falschen CDU-Seite hätten: „Was sie redet, was sie tut“. Nun wollen wir zwar keine Seiten fälschen. Aber wir hätten einige Vorschläge, die für ausgleichende Gerechtigkeit sorgen.

Grüne: „,Autofreier Mainkai – vielleicht auch mit uns.‘ Sofern wir nicht mit der CDU koalieren, die das nicht will, und wir deshalb an den Koalitionszwang gebunden sind und daher leider dann doch dagegen stimmen müssen. Irgendwo müssen in Koalitionen schließlich Kompromisse geschlossen werden.“ Oder: „‚Frankfurt soll grüner werden – aber nicht der Grüngürtel.‘ In den kann schon mal eingegriffen werden, wenn Frankfurt nun einmal dringend eine Fläche für eine Schule vor allem für Kinder von EU-Bediensteten braucht.“

SPD: „‚Frischluftschneisen fürs Klima in der Stadt – ohne uns.‘ Wohnungen werden schließlich gebraucht, auch teure Wohnungen, etwa im Nordend. Reiche Menschen müssen auch irgendwo wohnen. Da müssen eben Bäume weichen.“

FDP: „,Mit der FDP in die Stadt der Zukunft – nur werden wir nichts zu entscheiden haben.‘ Denn es läuft etwas blöd. Wir wollen ja regieren, aber keiner will uns. Nicht mal die CDU. Die wollen nur die Grünen.“ Oder: „‚Wohnungsknappheit lindern – für Leute, die es sich leisten können.‘ Wir wollen doch eigentlich keine niedrigen Mieten. Schließlich muss sich das Bauen lohnen. Vor allem für Investoren.“

Linke: „‚Nulltarif im ÖPNV, Schulen sanieren, Krankenhäuser in öffentliche Hand – wie auch immer wir das bezahlen.‘ Also, wir wissen das schon. Aber da gibt es ein paar Umwege fürs Geld nach Frankfurt. Bund und Länder sollen zahlen, sollen Vermögens- und Erbschaftssteuer reformieren und dann das Geld uns geben. Gut, dass dieses Jahr Bundestagswahl ist. Da dann also Linke wählen, die dann nur noch mitregieren muss – und dann können wir in Frankfurt das alles bezahlen.“

Die Partei: „‚Wir sind dagegen witzig – Wortspiele können wir aber nicht.‘ Wir wollen ja witzig sein. Aber wir wollen auch linke Politik machen. Beides. Irgendwie. Hier der Deal: Sie wählen uns, wir machen linke Politik. Bis es schwierig wird und uns nichts mehr einfällt. Dann machen wir zumindest noch einen blöden Witz.“

Sandra Busch und Georg Leppert gehören zum Römer-Team der FR, das aus dem Frankfurter Rathaus berichtet. Frühere Römerbriefe gibt es unter www.fr.de/roemerbriefe.

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