Verdi fordert für die rund 2,3 Millionen Beschäftigten des öffentlichen Diensts des Bundes und der Kommunen eine Anhebung der Einkommen um 4,8 Prozent beziehungsweise einen Mindestbetrag von 150 Euro im Monat.
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Verdi fordert für die rund 2,3 Millionen Beschäftigten des öffentlichen Diensts des Bundes und der Kommunen eine Anhebung der Einkommen um 4,8 Prozent beziehungsweise einen Mindestbetrag von 150 Euro im Monat.

Hessen

Warnstreik im Nahverkehr

  • Florian Leclerc
    vonFlorian Leclerc
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Die Gewerkschaft Verdi hat Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr angekündigt. Davon sind am Dienstag aller Voraussicht nach die U-Bahnen und Straßenbahnen in Frankfurt betroffen.

Am Dienstag fahren aller Voraussicht nach keine Straßenbahnen und U-Bahnen in Frankfurt. Auch in Kassel wird ein Warnstreik erwartet. Wie die Nahverkehrsgesellschaft Traffiq in Frankfurt mitteilte, hat Verdi Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr angekündigt. Davon seien am Dienstag voraussichtlich alle neun U-Bahn-Linien sowie die zehn Straßenbahnlinien in der Stadt betroffen. Die U-Bahnen und Straßenbahnen befördern jeden Tag Hunderttausende Fahrgäste.

Nicht vom Warnstreik betroffen sind demnach die S-Bahn-Linien S1 bis S9 sowie alle Regionalzüge und Buslinien. Der Warnstreik soll den Angaben zufolge am Dienstag früh um drei Uhr beginnen und bis Betriebsschluss dauern. Am Mittwoch würden die U-Bahnen und Straßenbahnen wieder fahren. Diese Angaben macht Traffiq „unter Vorbehalt“, da Verdi immer erst kurzfristig vor den Warnstreiks darüber informiere. „Vor allem das Bestreiken der U-Bahn als ‚Rückgrat‘ des städtischen Nahverkehrsnetzes wird viele Fahrgäste schmerzhaft treffen“, teilte Traffiq mit.

Die Kasseler Verkehrs-Gesellschaft (KVG) erklärte, dass wegen eines Aufrufs von Verdi am Dienstag voraussichtlich keine Busse und Straßenbahnen in Kassel sowie in mehreren Vororten führen. Auch die Regiotrams – Straßenbahnverbindungen ins Umland – würden in Kassel nicht mehr fahren. Außerhalb der Stadt solle auf drei Regiotramlinien der Verkehr aufrechterhalten werden. Busse des Nordhessischen Verkehrsverbunds NVV stünden als Alternative zur Verfügung.

Die Gewerkschaft Verdi wollte sich am Wochenende noch nicht zur Frage äußern, was sie in Hessen plane. Sie hat zu bundesweiten Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) aufgerufen, um einen Tarifvertrag für alle Beschäftigten durchzusetzen. Die Arbeitgeber lehnten dies ab. Derzeit laufen in allen 16 Bundesländern Verhandlungen über Tarifverträge im ÖPNV.

Verdi fordert für die rund 2,3 Millionen Beschäftigten des öffentlichen Diensts des Bundes und der Kommunen eine Anhebung der Einkommen um 4,8 Prozent beziehungsweise einen Mindestbetrag von 150 Euro im Monat. (mit dpa)

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