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Kinderspaß am Goetheturm

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Von: Ramona Wessmann

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Ob der kleine Neri (4) wohl wieder herausfindet?
Ob der kleine Neri (4) wohl wieder herausfindet? © Michael Schick

Der Waldspielpark ist für junge Familien eine Attraktion, fast schon eine kleine Oase inmitten der Stadt.

An einem Dienstagnachmittag gegen 15 Uhr ist der Waldspielpark am Goetheturm noch leer. Viele Eltern sind noch arbeiten, die Kinder noch im Kindergarten oder in der Schule. Schon eine halbe Stunde später wird es etwas voller – und lauter. Es sind ausschließlich Kinder bis fünf Jahren, die Älteren kommen eher am Wochenende oder in den Schulferien. „Sonntag ist hier die Hölle los“, so eine junge Mutter. Doch unter der Woche ist es ruhig, fast idyllisch.

Das Waldstück um den Goetheturm scheint wie eine kleine Oase, der Spielplatz ist weitläufig und offen, wird umrahmt von hohen Bäumen, die eine angenehme Ruhe ausstrahlen. Trotz der friedlichen Atmosphäre dauert es nur zehn Minuten, um mit dem Bus vom Südbahnhof an den Goetheturm zu kommen. Bestens angebunden ist der Spielplatz also, und Parkplätze gibt es auch vor Ort. Auch ein kleines Restaurant, das zum Verweilen einlädt. Somit sind selbst die Eltern und Betreuungspersonen gut versorgt für einen langen Tag auf dem Spielplatz. Der Goetheturm ist in den Wintermonaten aus Sicherheitsgründen geschlossen. Doch ab dem ersten April können Besuchende den über 40 Meter hohen Turm wieder besteigen und die Aussicht auf die Frankfurter Skyline genießen.

Selbst die Kleinsten kommen schon auf den Waldspielpark. Manuela ist vor kurzem erstmals Mutter geworden, ihr Kind ist wenige Monate alt, doch sie hat sich mit ihren beiden Freundinnen und deren Nachwuchs hier verabredet. Die Kinder sind zwar noch im Kleinkindalter, versuchen aber trotzdem, ihren Müttern davonzulaufen. „Da freu ich mich auch drauf“, sagt Manuela lächelnd. Es sei gut, dass der Spielplatz fernab der Straße ist, so Manuelas Freundin Yasmina. Auch die Möglichkeit für Wasserspiele und die Matschanlage seien schöne Einrichtungen, sagen die beiden. Sie sind zufrieden mit den Angeboten für Kinder in Frankfurt.

Für manche eine Herausforderung: die Kletteranlage im Labyrinth.
Für manche eine Herausforderung: die Kletteranlage im Labyrinth. Michael Schick (4) © Michael Schick

Gudrun, die mit ihrem anderthalbjährigen „Ersatz-Enkelkind“ hier ist, sieht das anders. Es gebe viel zu wenige Angebote in der Stadt. Und selbst hier am Goetheturm würden Spielgeräte wie eine Schaukelanlage in Form eines bemalten Holzdrachens für den Winter abgebaut. „Als ich Kind war, gab es hier viel mehr“, sagt Gudrun. Zum Beispiel habe es einen Pilz zum Dranhängen gegeben, der heute nicht mehr da sei. Auch in der Innenstadt gebe es nicht viel, sagt sie. Und das was existiere, sei überfüllt. Trotzdem sagt sie: „Die Kinder fühlen sich hier wohl.“ Erwachsene seien hier auch viele, dafür sorge das Café. Ihre eigenen Enkelkinder sind bereits sechs und zehn Jahre alt. Wenn sie in den Ferien aus Bayern herkommen, verbringen auch sie viel Zeit am Goetheturm.

Luise kommt einmal die Woche mit ihrem dreijährigen Sohn Wilhelm zum Waldspielpark. Auf dem Weg aus Karben holen sie die Großmutter in Sachsenhausen ab, essen zu Mittag am Goetheturm und verbringen den Nachmittag hier. Sie finden, es sei ein sehr abwechslungsreicher Spielplatz. Dafür sorgen ein Schaukelrondell, eine große und kleine Rutsche, ein Kletterturm, ein Holz-Labyrinth, kleine Hütten, in denen gespielt werden kann, und ein Wasserspielpark, der besonders im Sommer ein Highlight ist.

Der kleine Wilhelm sieht das auch so. Besonders die Wasserpumpe in Form eines Fisches hat es ihm angetan. Die Farbe des Fisches sei oben bereits ganz abgeblättert, erzählt Luise, die Kinder würden Schlange stehen für die Wasserpumpe. Ihr Sohn hat seinen rollenden Stoffigel mitgebracht – Igel sind seine Lieblingstiere. Eine selbst gesammelte Feder ziert den Igel. „Räderei“ heißt Wilhelms Stofftier – für ihn heißen alle Igel „Rei“. Da dieser hier auf Rädern ist, kam so der Name zustande. Seine Großmutter hat ihre Kamera mitgebracht und schießt das eine oder andere Foto von ihrem Enkelsohn und seinem rollenden Gefährten. Sie genießen die wöchentliche Zeit zu dritt auf dem Waldspielpark. Auch den nahe gelegenen Waldspielpark Scheerwald finden sie schön. Dort gebe es ein Fußballfeld, eine Minigolfanlage, einen Wassersprühpark, der bei sommerlichen Temperaturen in Betrieb geht, und vieles mehr. Auch dort verbringen sie gerne Zeit zusammen. Insgesamt seien sie zufrieden mit den Angeboten in Frankfurt. „Hier ist für Alt und Jung und alle dazwischen was dabei“, meint Mutter Luise überzeugt.

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