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Omid Nouripour ist außenpolitischer Sprecher der Grünen im Bundestag.

Bundestagswahl

Nouripours vierter Versuch

  • Georg Leppert
    vonGeorg Leppert
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Der Bundestagsabgeordnete will für die Grünen um das Direktmandat kämpfen – ebenso wie die Sprecherin der Grünen Jugend Hessen.

Sein Motto ist nicht neu, aber ändern will es Omid Nouripour definitiv nicht. „In den Bundestag für Frieden und Eintracht international“, so der Slogan des 45 Jahre alten Grünen-Politikers. Schon in den vergangenen Jahren hatte er mit diesem Satz geworben, aber die Doppeldeutigkeit passt halt sehr gut. Nouripour ist außenpolitischer Sprecher der Grünen im Bundestag – und Vorsitzender des Eintracht-Fanclubs im Parlament.

Damit er im Bundestagwahlkampf wieder sein Motto ausgeben kann, muss Nouripour an diesem Wochenende von den Frankfurter Grünen als Kandidat für das Direktmandat im Wahlkreis 183 nominiert werden. Das gilt als sehr wahrscheinlich. Bis Freitagnachmittag hatte sich zumindest niemand gemeldet, der gegen den in Teheran geborenen Politiker kandidieren will. Auf der anderen Seite: Bei den Frankfurter Grünen, so hat es den Anschein, kann derzeit vieles passieren. Vor einigen Wochen entschied die Basis, dass das Baugebiet Günthersburghöfe im Wahlprogramm abgelehnt wird. Und kurze Zeit später stellten die Grünen eine Liste für die Kommunalwahl auf, auf der viele politisch unerfahrene Menschen recht weit vorne stehen, während etablierte Mitglieder der Fraktion auf hinteren Plätzen kandidieren müssen.

Für Nouripour wäre es der vierte Versuch, den Wahlkreis zu gewinnen. 2009 und 2013 hatte er gegen Erika Steinbach (CDU), 2017 gegen Bettina Wiesmann (CDU) verloren. Über die Landesliste der Grünen zog er dennoch ins Parlament. Auch diesmal dürfte sein Platz im Bundestag über die Liste abgesichert sein. Doch die Chancen, das Direktmandat zu gewinnen, sind für Nouripour deutlich höher als zuletzt. So wurden die Grünen bei den vergangenen beiden Wahlen jeweils stärkste Kraft in Frankfurt.

Für die Kandidatur im Wahlkreis 182, der vor allem die westlichen Stadtteile umfasst, bewirbt sich Deborah Düring. Die 26-Jährige ist Sprecherin der Grünen Jugend Hessen. Auch für ihren Wahlkreis meldete sich noch keine weitere Kandidatin. In ihrer Bewerbung fordert die Mitarbeiterin der Hessischen Stiftung für Friedens- und Konfliktforschung „eine Politik, die nicht länger in Kauf nimmt, dass wir den Planeten zerstören und Ungleichheiten reproduzieren“. Zudem sagt sie: „Wir brauchen einen Sozialstaat, der allen, ganz egal, ob den Menschen ohne Wohnung im Bahnhofsviertel oder der alleinerziehenden Mutter in Griesheim, eine bedingungslose und menschenwürdige Grundsicherung bietet.“

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