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Sichergestellte Schwerter und Dolche.
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Sichergestellte Schwerter und Dolche.

Geplanter Anschlag

Frankfurt: Polizei verhindert mögliche Amok-Tat

  • Oliver Teutsch
    VonOliver Teutsch
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In Frankfurt nimmt die Polizei einen 53-Jährigen fest, der in einem Schreiben mit einem Anschlag gedroht haben soll. Der Mann ist womöglich geistig verwirrt.

Frankfurt am Main - Die Frankfurter Polizei hat möglicherweise eine Amok-Tat verhindert. Ein 53-Jähriger hatte in mehreren Schreiben mit nicht konkreten Anschlägen gedroht. Nach der Festnahme des Mannes fand der Staatsschutz auf einem Gartengrundstück im Norden Frankfurts ein umfangreiches Waffenarsenal. Gegen den Mann werde nun wegen der möglichen Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat ermittelt, teilte die Polizei am Dienstag mit.

Demnach war der 53-Jährige seit längerem aufgefallen, weil er eine Vielzahl von handschriftlichen Briefen und Schreiben „mit wirren, regelmäßig unverständlichen Inhalten“ an unterschiedliche Behörden und Gerichte versandt haben soll. In den Schreiben, die meist an hessische Einrichtungen gingen, beschwerte sich der Mann über angebliche Ungerechtigkeiten staatlicher Stellen, die er wahllos mit Zitaten aus unterschiedlichen Gesetzestexten angereichert haben soll. Diktion und Aufmachung sowie einige Redewendungen deuteten dabei laut Polizei sowohl auf eine geistige Verwirrtheit als auch auf eine Nähe zur Reichsbürger- und Selbstverwaltungsszene hin.

Der Mann hatte einen Anschlag angekündigt

In erhöhte Alarmbereitschaft geriet die Polizei, als der Absender am 12. Juli inhaltsgleiche Schreiben an mehrere Behörden versandte, in denen er ankündigte, am 20. Juli einen nicht näher konkretisierten Anschlag begehen zu wollen. Nach der Drohung liefen umfangreiche Ermittlungen an, um den Aufenthaltsort des unbekannten Absenders zu ermitteln. Dem Staatsschutz gelang es schließlich, den 53-Jährigen und ein Gartengrundstück im Frankfurter Norden zu ermitteln, wo sich der Beschuldigte seit geraumer Zeit aufgehalten haben soll.

Sichergestellte Gas- und Luftdruckwaffen.

Mit starkem Polizeiaufgebot wurde der Mann schließlich am vergangenen Donnerstag auf jenem Grundstück festgenommen. Auf dem Gelände fand die Polizei zahlreiche Gas- und Luftdruckwaffen, eine Armbrust, Dolche, Schwerter und weitere Gegenstände, die für einen Anschlag hätten genutzt werden können.

Waffenarsenal ausgehoben: Polizei macht keine Angaben zum Tatverdächtigen

Das Gartengrundstück selbst beschreibt die Polizei als „weitläufiges und verwahrlostes Gelände“ auf dem sich ein Bauwagen sowie mehrere Stahlcontainer und heruntergekommene Fahrzeuge befinden. Nähere Angaben zur Adresse des Grundstücks machte die Polizei nicht und ließ auch im Dunkeln, wie genau sie dem Tatverdächtigen auf die Schliche kam und ob ihm das Gelände gehört. Auch zum 53-Jährigen selbst machte die Polizei keine Angaben, außer, dass er in Irland geboren sei. Fragen, seit wann er in Deutschland ist und ob er zuvor schon polizeilich auffällig geworden war, wurden nicht beantwortet.

Die Ermittlungen laufen, eine Nähe zur Reichsbürgerszene habe sich indes bislang nicht bestätigt. Die sichergestellten Gas- und Luftdruckwaffen hätten laut einem Polizeisprecher zwar keine größeren Schäden anrichten können, seien aber geeignet gewesen „einen gewissen Schrecken zu verbreiten“. (Oliver Teutsch)

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