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Kerry Reddington.
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Kerry Reddington.

Kommunalwahl Frankfurt

„Wählen ist kostenlos“

  • Georg Leppert
    vonGeorg Leppert
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Der stellvertretende KAV-Vorsitzende Kerry Reddington will auch im Stadtparlament Politik machen,

Amerikanischer Akzent, selbstbewusstes Auftreten und immer neue Ideen – Kerry Reddington ist in Frankfurt durchaus bekannt. Nun will der stellvertretende Vorsitzende der Kommunalen Ausländervertretung (KAV) als Spitzenkandidat der Internationalen Stimme Frankfurt ins Stadtparlament einziehen.

Herr Reddington, viele Menschen in Frankfurt kennen Sie – und so ziemlich alle sagen: Kerry Reddington ist US-Amerikaner. Bei der Kommunalwahl dürfen aber doch nur Menschen aus der EU wählen und kandidieren.

Das stimmt, aber ich bin nicht nur Amerikaner. Ich habe auch einen irischen Pass. Deshalb darf ich kandidieren.

Sie gehören seit mehr als zehn Jahren der Kommunalen Ausländervertretung an. Warum wollen Sie jetzt mit der Internationalen Stimme Frankfurt auch ins Stadtparlament einziehen?

Ich persönlich bin ja ohnehin immer in den Sitzungen des Stadtparlaments dabei, denn ich bin der Delegierte der KAV. Grundsätzlich geht es mir darum, dass viele Probleme in Frankfurt pragmatisch gelöst werden müssen.

Zum Beispiel?

Ich kenne eine Familie, die läuft von Kindergarten zu Kindergarten, um einen Platz zu bekommen …

Dafür gibt es doch das Kindernet, das Anmeldungen bündelt.

Die Familie hat darüber keinen Platz bekommen. Sie versucht es jetzt auf eigene Faust. Die Leute hatten 40 Termine. Der Junge kann von seinem Kinderzimmer aus sogar auf das Außengelände eines Kindergartens schauen. Das ist traurig, so traurig. Solche Familien brauchen mehr politische Unterstützung. Und man muss auch bei den öffentlichen Toiletten tätig werden. Es gibt immer noch viel zu wenige. Das sagen auch alle, aber es gibt zu viele bürokratische Vorgaben, um weitere aufzustellen. Das kann nicht sein.

Auf Ihren Plakaten rufen Sie auf, an der Wahl teilzunehmen. Sie schreiben dazu „It’s free“ („Es ist kostenlos“) und „Why not?“ („Warum nicht?“). Sollten die Wählerinnen und Wähler nicht eine andere Motivation haben, um ihre Stimme abzugeben?

Ich wende mich damit konkret an Erstwähler. Die sollen wissen, dass sie die Möglichkeit zum Wählen haben.

Sie haben vor der US-Präsidentschaftswahl 2016 für Donald Trump geworben ...

Auch in schwierigen Zeiten muss man einen klaren Kopf behalten. Einerseits hat Donald Trump sicher manche Erwartungen enttäuscht, andererseits musste ich wie auch andere akzeptieren, dass er der US-Präsident ist. Nun haben wir einen neuen Präsidenten. Wünschen wir uns, dass er die gegenwärtigen Probleme möglichst schnell und klug angeht, das wäre für die USA, aber auch für Deutschland und Frankfurt gut! Auch ich freue mich, wenn kluge Entscheidungen auch mir indirekt bei meinen städtischen Aufgaben helfen.

Sie gehören den Republicans Overseas an ...

Das ist richtig. Auch als Republican Overseas hoffe ich, dass der neue US-Präsident die Aufgaben gut löst. Ich bin eher ein konservativer Mensch, aber auch vielfältig für andere Menschen aktiv, also ein sozial und liberal denkender Republikaner. Das sehen Sie ja am Beispiel der Probleme mit den Kitaplätzen: Es kann doch nicht sein, dass Jobs in Kindertagesstätten so schlecht bezahlt sind. Oder dass Hebammen sich keine Wohnung in Frankfurt leisten können. Ich weiß, dass über solche Fragen nicht im Stadtparlament entschieden wird. Aber wir können großen Druck auf Bund und Länder machen, damit sich die Situation verbessert.

Interview: Georg Leppert

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