Vorprüfung

Vorwürfe gegen die Arbeiterwohlfahrt

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Die Staatsanwaltschaft prüft die  Verwendung von Geld bei der AWO Frankfurt.

Die Staatsanwaltschaft beschäftigt sich mit Vorwürfen gegen die Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Frankfurt. Wie die Sprecherin der Behörde, Nadja Niesen, der FR bestätigte, gibt es zwar noch keine Ermittlungen, wohl aber eine Vorprüfung. Hintergrund ist eine Strafanzeige gegen die AWO.

Laut Berichten der „Frankfurter Neuen Presse“ gibt es bei der Verwendung von rund 200 000 Euro, die die Stadt Frankfurt an die AWO überwiesen hat, den Verdacht auf Unregelmäßigkeiten. Von dem Geld sollte der Frankfurter Kreisverband Sportangebote in Flüchtlingsunterkünften in der Innenstadt und in Niederrad organisieren, die die AWO bis Ende vorigen Jahres betrieb.

Nach Recherchen der Zeitung gibt es zumindest Zweifel darüber, ob die vereinbarten Angebote in vollem Umfang gemacht wurden. Inwieweit diese berechtigt sind, wird nun offenbar die Staatsanwaltschaft klären. Der Sprecher des AWO-Kreisverbands, Johannes Frass, blickt möglichen Ermittlungen gelassen entgegen. „Wir haben uns nichts zuschulden kommen lassen“, sagte er am Montag im Gespräch mit der FR. Das Sportprogramm sei so angeboten worden, wie es mit der Stadt vereinbart gewesen sei.

Die Frage nach den Zahlungen an die AWO wird auch Thema eines Akteneinsichtsausschusses im Römer sein. Die AfD beantragte, ein solches Gremium einzusetzen.

In der Fragestunde des Parlaments hatte sich Sozialdezernentin Daniela Birkenfeld (CDU) am Donnerstag zu den Vorwürfen gegen die AWO geäußert. Sie habe den Kreisverband um eine Stellungnahme gebeten, die auch vorliege, aber noch ausgewertet werden müsse. Im Übrigen verwahrte sie sich allgemein gegen eine „bösartige Verunglimpfung“ der Frankfurter Wohlfahrtsverbände. Diese hätten vor allem in den Jahren 2015 und 2016, als Tausende Geflüchtete nach Frankfurt kamen, dafür gesorgt, dass die Asylbewerber menschenwürdig versorgt werden konnten.

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