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Frankfurt

Vorübergehend geschlossen

  • Meike Kolodziejczyk
    VonMeike Kolodziejczyk
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Das Schauspiel Frankfurt sagt wegen der neuen Corona-Regeln viele Vorführungen „bis auf Weiteres“ ab, die Oper Frankfurt (noch) nicht.

-Wegen der von Sonntag an geltenden neuen Corona-Regeln und der „sich ständig verändernden Rahmenbedingungen“ sieht sich das Schauspiel Frankfurt veranlasst, seine Bühnen vorübergehend zu schließen, und zwar vom 5. bis einschließlich 9. Dezember. Mit sogenannter Schachbrettbelegung und 2G+-Auflagen könnten im Großen Haus maximal 326 Plätze besetzt werden und in den Kammerspielen 71, heißt es in einer Mitteilung des Schauspiels. Allerdings seien für die meisten Vorstellungen im Dezember „erheblich mehr Karten“ verkauft worden, als an Kapazität fortan erlaubt sei. „Unser Erfolg fällt uns quasi auf die Füße“, formuliert es Schauspielintendant Anselm Weber. Es gebe „keine transparenten Kriterien“, nach denen Gäste ausgeladen werden könnten. „Deswegen sind wir gezwungen, bis auf weiteres viele Veranstaltungen aus dem Programm zu nehmen.“ Dies betreffe auch die ausverkauften Vorstellungen des Familienstücks „Wickie und die starken Männer“ – was Weber „im Herzen weh tut“. Für gekaufte Tickets werden Gutscheine ausgestellt, sie können auch zurückgegeben oder getauscht werden.

Die in derselben Theateranlage befindliche Oper Frankfurt hingegen ist weiterhin bestrebt, auch eine vorübergehende Schließung abzuwenden. Erst kürzlich hatte das Haus die Zugangsbedingungen auf 2G+ angehoben. Für die just für Sonntag geplante Premiere von Rimski-Korsakows „Die Nacht vor Weihnachten“ übersteige die Zahl der verkauften Karten allerdings die dann gültige Schachbrettmaßgabe, weshalb man jetzt „einige Telefonate“ führen müsse, lässt die Pressestelle auf FR-Anfrage verlauten. Opernintendant Bernd Loebe hatte nach Volker Bouffiers Äußerungen zur Schließung von Kultureinrichtungen von Dienstag einen Brief an den hessischen Ministerpräsidenten geschrieben und gewarnt: „Eine Schließung der Theater hätte verheerende Folgen.“ Es bestehe die Gefahr, dass die Oper sich davon nie wieder richtig erholen werde. Loebe fordert, „die Schutzmaßnahmen für Kultureinrichtungen auf Grundlage der gut durchdachten Hygienekonzepte und wissenschaftlichen Erkenntnisse gesondert zu betrachten“ und etwa von denen für Freizeiteinrichtungen abzugrenzen. Es müsse „mutig und sinnvoll“ differenziert werden, was im Kampf gegen die Pandemie wirklich nütze, sonst sei „das ganze System gefährdet“.

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