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Will den „besten Streetballcourt Deutschlands“ in Frankfurt haben: Thorsten de Souza.
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Will den „besten Streetballcourt Deutschlands“ in Frankfurt haben: Thorsten de Souza.

Frankfurt

Vorkämpfer für Licht im Frankfurter Hafenpark

  • Timur Tinç
    VonTimur Tinç
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Streetballer Thorsten de Souza hat ein Beleuchtungskonzept geschrieben und schon 1200 Stimmen bei einer Petition gesammelt. Die Stadt hat kein Geld, würde aber eine Ausnahmegenehmigung machen, wenn Sponsoren einspringen.

Seit der Hafenpark unweit der Europäischen Zentralbank (EZB) im Jahr 2015 eröffnet wurde, ist Thorsten de Souza so oft er kann auf dem Basketballplatz. In seiner Jugend spielte er für Eintracht Frankfurt und die Skyliners, ehe eine Knieverletzung ihn stoppte. Jetzt ist der Niederräder in der Landesliga für die FTG Frankfurt zum Spaß aktiv und hat sich dem Streetball verschrieben. Allerdings hadert er mit den Bedingungen für die Basketballer außerhalb der Sommermonate.

Im vergangenen Jahr hat der 21-Jährige mit Mitstreiter:innen die Marke EZB Basketball eintragen lassen und eine Petition für eine Beleuchtung im Hafenpark gestartet. Knapp 1200 Unterschriften wurden schon gesammelt. „Es geht nicht nur um den Basketballcourt, sondern den ganzen Hafenpark“, erklärt de Souza, der International Business an der Fachhochschule Frankfurt studiert. Neben den Basketballern, Skatern und Fußballern, die dadurch abends außerhalb der Sommermonate länger ihren Hobbys frönen könnten, geht es de Souza auch um die Sicherheit. „Alleine der Weg vom Court bis zum Fußballplatz ist komplett dunkel“, beklagt er. Deshalb hat er ein 27-seitiges Konzept verfasst. „Die Lichter sollen horizontal leuchten und erst einmal nur bis 22 Uhr“, erklärt er. Ein angehender Architekt hat ihm einen Plan gezeichnet, wie so etwas aussehen könnte.

Unterstützung bekommt er dabei von der SPD. „Der Hafenpark und andere Sportstätten müssen sicher gestaltet werden, dazu gehört ein Beleuchtungskonzept, das Effekte durch Lichtverschmutzung berücksichtigt. Auch öffentliche Toiletten sind hier mehr als nötig“, sagt Stefanie Minkley, Vorstandsmitglied der Frankfurter SPD.

Verantwortlich für den Hafenpark ist Umweltdezernentin Rosemarie Heilig (Grüne), weil die Sportstätte im Landschaftsschutzgebiet liegt. „Ich wäre prinzipiell bereit, eine Ausnahme von einer Ausnahme zu machen“, sagt die Stadträtin. Denn wenn erst einmal eine Nachtbeleuchtung erlaubt werde, löse das eine Kettenreaktion an Begehrlichkeiten aus. Ihr größtes Problem ist aber: „Ich habe kein Geld.“ Heilig hat ihren Haushalt überzogen und muss für das Jahr 2021 auch noch fünf Millionen Euro zusätzlich einsparen. Eine ernüchternde Nachricht für de Souza. Er hofft nun, dass seine Gespräche mit Sponsoren Früchte tragen. Eine andere Alternative, um an Geld zu kommen, wäre Crowdfunding. Ein eingetragener Verein ist EZB Basketball aber noch nicht.

Neben den Lichtern will der Student auch die gesamten Basketballfelder neu verlegen und neue Korbanlagen anbringen lassen. „Auf die kaputten Stellen ist immer nur wieder neuer Belag draufgemacht worden, sodass es jetzt viele Unebenheiten gibt“, kritisiert de Souza. Dadurch sei die Verletzungsgefahr hoch. Der Belag könne der gleiche sein, aber es müsse eine spezielle Leimschicht aufgetragen werden, damit er nicht so leicht kaputtgehe. Die Korbanlagen sollten aus Plexiglas mit echten Netzen und höhenverstellbar sein, damit auch Kinder mehr davon haben.

Für Thorsten de Souza ist das nicht nur ein lokales, sondern ein internationales Projekt. „Ich will, dass das der beste Streetballcourt in Deutschland wird“, betont er. Er sei mit Leuten aus Paris in Kontakt, die dort das Quai 54, eines der prestigeträchtigsten Streetballturniere der Welt, organisieren. In Frankfurt hat EZB Basketball als Community im vergangenen August ein erstes Turnier mit Basketballer:innen aus Darmstadt organisiert. Die Rückrunde soll im Bürgerpark stattfinden – wenn es die Corona-Situation wieder zulässt.

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