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Vor dem Champions-League-Knaller: Schlägereien am Stadion

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Von: Martin Brust, Oliver Teutsch

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Eintracht Frankfurt-Fans greifen die von SSC Neapel an.

Eine gute halbe Stunde vor Beginn des Champions-League-Spiels zwischen Eintracht Frankfurt und SSC Neapel eskaliert die Lage an der Aral-Tankstelle auf der Mörfelder Landstraße. Laut Polizei greifen 50 bis 100 Fans der Eintracht aus einer 200 Leute starken Gruppe Autos mit italienischem Kennzeichen an, werfen Steine und Flaschen. Die Italiener steigen aus und wehren sich mit Knüppeln. Die Polizei war nach eigenen Angaben rasch da, stoppte den Verkehr und versuchte unter Einsatz von Pfefferspray die Fangruppen zu trennen. Zwölf Eintracht-Fans wurden festgenommen, bei Durchsuchungen der italienischen Autos wurde viel Pyrotechnik sowie Schlagwerkzeuge sichergestellt, so die Polizei.

Bereits früher am Dienstag hatte die Polizei zwei Reise- und mehrere Kleinbusse mit neapolitanischen „Risikofans“ auf der Autobahn kontrolliert. Laut einem Polizeisprecher wurde Pyrotechnik gefunden, neun Fans wurden festgenommen. Im Umfeld des Waldstadions wurden Fangruppen aus Frankfurt kontrolliert, die teils „passive Bewaffnung“ dabei hatten. Hier wurden elf Fans in die Gefangenensammelstelle verbracht, so die Polizei.

Schon am Vorabend des Spiels ist es zu gezielten Angriffen auf Gästefans gekommen. Die Polizei nahm neun „Gewaltsuchende“ in Gewahrsam und händigte Bereichsbetretungsverbote aus. In zwei Fällen griffen Gewalttäter Gästefans vor einem Apfelweinlokal in Sachsenhausen an. Im ersten Fall schlugen 10-15 Frankfurter drei neapolitanischen Fans in die Gesichter. Diese wurden dabei leicht verletzt. Sehr ähnlich der zweite Vorfall, denn an eben dieser Örtlichkeit passten circa zwei Stunden später bis zu 20 Frankfurter Gewalttäter drei Italiener beim Verlassen des Lokals ab und schlugen auf sie ein. Auch hier wurden die Attackierten nur leicht verletzt.

Dem Anschein nach handelte es sich auch hier um Gewalttäter, die der Risikofanszene von Frankfurt zugeordnet werden könnten, so die Polizei, die in der Folge verdächtige Gruppierungen kontrollierte und fündig wurde. Neun Männer führten Quarzsandhandschuhe, Sturmhauben und Mundschutz mit sich. Alle neun wurden kurzzeitig in Gewahrsam genommen. Ihnen wurden schriftlich Bereichsbetretungsverbote erteilt. Darunter befanden sich sowohl einschlägig bekannte Gewalttäter, als auch bislang nicht bekannte Personen. ote / ust

Weiterer Bericht auf Seite F8

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