Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Derzeit absolviert Paul Greitemann ein Praktikum in Bockenheim. Bald macht er Wahlkampf.
+
Derzeit absolviert Paul Greitemann ein Praktikum in Bockenheim. Bald macht er Wahlkampf.

Bundestagswahl

Von der Schüler-Union in Frankfurt zu Omid Nouripour

  • Georg Leppert
    VonGeorg Leppert
    schließen

Paul Greitemann unterstützt jetzt die Grünen. Das Motto im Wahlkampf: „Für Frieden und Eintracht weltweit“.

Es liegt eine Menge Arbeit vor Paul Greitemann in den gut drei Monaten bis zur Bundestagswahl. Doch um eines muss sich der 18 Jahre alte Schüler, der die Frankfurter Grünen im Wahlkampf unterstützt, nicht kümmern. Das Motto des Bundestagsabgeordneten Omid Nouripour, der im vierten Anlauf das Direktmandat im Wahlkreis 183 gewinnen will. „Für Frieden und Eintracht weltweit“, heißt es. So ähnlich hatte der wohl bekannteste Frankfurter Grüne mit der ausgeprägten Leidenschaft für die Eintracht schon ein paar Mal um Stimmen geworben. Regelmäßig fanden andere Parteien den Spruch so gut, dass er auch auf ihren Wahlplakaten landete.

Greitemann ist einer von mehr als 50 Helferinnen und Helfern, die Nouripour und die Direktkandidatin im Wahlkreis 182, Deborah Düring, unterstützen. Das Besondere an ihm ist außer seinem jugendlichen Alter seine Vergangenheit. Denn Greitemann hätte man vor zwei Jahren eine klassische Karriere in der CDU vorhergesagt. Damals besuchte er noch das Lessing-Gymnasium und wurde zum Vorsitzenden der Schüler-Union gewählt, der CDU-Vertretung unter den Schülerinnen und Schüler. Außerdem saß er im Vorstand der Jungen Union und suchte die Nähe zu den bekannten Frankfurter Christdemokraten. Jan Schneider, Uwe Becker, Matthias Zimmer… Greitemann kannte sie und fühlte sich wohl in ihrem Umfeld.

Ärger über Merz

Seitdem ist einiges passiert. Vor allem änderte sich Greitemanns Einstellung zu Themen wie Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Der junge Mann wechselte auf ein Internat in Freiburg, auf dem die Frage, wie wir in Zukunft leben wollen, den Lehrplan dominiert. Und er beobachtete zunehmend irritiert, dass sich seine CDU seiner Meinung nach viel zu wenig um die großen Probleme dieser Zeit kümmert. Dann wäre auch noch fast Friedrich Merz Parteichef geworden, und in Frankfurt setzte sich Axel Kaufmann gegen den sehr liberalen Direktkandidaten Matthias Zimmer durch. Da reichte es Greitemann. Er trat aus der CDU aus, schrieb Nouripour an und bat um einen Praktikumsplatz.

Daraus wird erst im kommenden Sommer etwas, doch der außenpolitische Sprecher der Grünen im Bundestag war von Greitemann so angetan, dass er ihn in sein Team holte. „Wenn er etwas braucht, bin ich da“, sagt der Schüler. Vollends mit der CDU gebrochen hat er nicht. „Mein Traum wäre eine grün-schwarze Regierung“, sagt er.

Zu Nouripours Unterstützern zählt übrigens auch Robert Wallmann, der Enkel des früheren Frankfurter Oberbürgermeisters Walter Wallmann (CDU). Anders als Greitemann hat er aber keine CDU-Vergangenheit.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare