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Karnan kämpft um eine Bushaltestelle, damit auch Unberührbare zu Ärzten fahren können.
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Karnan kämpft um eine Bushaltestelle, damit auch Unberührbare zu Ärzten fahren können.

Kino

Vom Kampf der Armen

  • Anja Laud
    VonAnja Laud
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Indian Filmfestival in Frankfurt zeigt neueste Film-Produktionen.

Nach der Verfassung sind in Indien alle Menschen gleich. Dennoch prägt ein Jahrtausende altes Kastensystem das Leben dort. Auf dessen unterster Stufe stehen die „Unberührbaren“ oder die „Dalits“, die Zerbrochenen“, wie sie sich selbst nennen. Wie sie gegen ihre Unterdrückung und für ein menschenwürdiges Leben kämpfen, ist jetzt in Frankfurt zu sehen. Dort wird von Freitag, 12., bis Sonntag, 14. November, das Independent Indian Filmfestival 2021 gefeiert, in hybrider Form, also live im Kino „Orfeos Erben“ und online.

Wie Dalits die digitale Technik nutzen, um für ihre Rechte einzutreten, zeigt der Dokumentarfilm „Writing with Fire“ am Samstag, 13. November, 17 Uhr. „Ein bemerkenswerter Film“, sagt Petra Klaus, die wieder zusammen mit ihrem Kollegen Binu Kurian Joseph das Festivalprogramm kuratiert hat. Bemerkenswert deshalb, weil er den Alltag in Khabar Lahariya (KL), Indiens einziger digitaler Nachrichtenagentur, schildert, die von Dalit-Frauen betrieben wird. Die Reporterinnen berichten in Videoreportagen über Themen wie Korruption und Gewalt gegen Frauen, ohne große Kamerateams dabei zu haben. Ihre wichtigsten Arbeitsmittel sind ihre Smartphones.

Mit dem Schicksal der Dalits beschäftigt sich auch der Action-Film „Karnan“, der am Samstag, 13. November, 20 Uhr, als Deutschlandpremiere zu sehen ist. Nachdem eine hochschwangere Dalit-Frau in Tamil Nadu von einem Busfahrer nicht mitgenommen worden ist, kämpft der gleichnamige Filmheld für eine Bushaltestelle in seinem von Dalits bewohnten Dorf. Eigentlich sollte sich nach der Filmvorführung ein Gespräch mit dem Regisseur Mari Selvaraj anschließen. Doch er kann die Reise nach Deutschland nicht antreten. „Er liegt im Krankenhaus“, sagt Petra Klaus.

Das Independent Indian Filmfestival, das seit 2009 vom Trägerverein „Indian Vibes Neue Generationen“ organisiert wird, bietet in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie kein Rahmenprogramm, wohl aber eine Preisverleihung. Es gilt, die Regisseurin oder den Regisseur des besten Kurzfilms, der sich mit dem indischen Subkontinent befasst, zu ehren. Zehn Kurzfilme sind am Sonntag, 14. November, 11 Uhr, zu sehen. Der Beitrag „Dear Kata“ stammt von Mila Elois Holl, Studentin an der Hochschule für Gestaltung (HfG) Offenbach. Sie hat den Hollywood-Klassiker „Frühstück bei Tiffany“ nach Indien transferiert.

Wer das Filmfestival online verfolgen will und sich einen Online-Festivalpass besorgt, kann sich auf einen Bonus freuen. „Pebbles – Koozhangai“, der Spielfilm, mit dem sich Indien in der Kategorie Bester Internationaler Film um den Oskar 2022 bewirbt, ist nur online zu sehen,

Einen Überblick über das Festivalprogramm sowie Karten gibt es auf newgenerations.de

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