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Einer von fünf Kamerastandorten an der Hauptwache, von denen nun Live-Bilder gesendet werden. Renate Hoyer
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Einer von fünf Kamerastandorten an der Hauptwache, von denen nun Live-Bilder gesendet werden. Renate Hoyer

Sicherheit

Frankfurt: komplette Hauptwache ab jetzt videoüberwacht

  • Oliver Teutsch
    VonOliver Teutsch
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14 Kameras liefern gestochen scharfe Bilder von der Frankfurter Hauptwache zur Polizei und sollen für Öffentliche Sicherheit sorgen. Das Konzept soll auf weitere Orte ausgeweitet werden.

Frankfurt - Nach jahrelangen Vorbereitungen und Diskussionen ist die Hauptwache in Frankfurt seit Dienstag komplett videoüberwacht. Polizeipräsident Gerhard Bereswill sprach bei der Übertragung der ersten Livebilder ins nördlich gelegene Polizeipräsidium von einem „wichtigen und schönen Termin“. Gleichzeitig warb Bereswill noch einmal ausführlich für die neuen Kamerastandorte.

Jährlich gebe es an Frankfurts zweitgrößtem Verkehrsknotenpunkt etwa 600 Straftaten, davon allein 400 Diebstähle. Die 14 Kameras an fünf Standorten rund um den Platz sollten nicht nur helfen, Delikte aufzuklären, sondern auch eine präventive Wirkung entfalten und das subjektive Sicherheitsgefühl der Menschen in diesem Bereich stärken, so Bereswill.

Hauptwache Frankfurt: Ganzer Platz wird von Videokameras überwacht

Sicherheitsdezernent Markus Frank (CDU) war bei der Präsentation der ersten Bilder richtig feierlich zumute. „Diese Bildqualität ist außergewöhnlich“, lobte Frank bevor er verkündete: „Film ab“. Kurz darauf sind im Präsidium Bilder von Passant:innen zu sehen, die über die Hauptwache flanieren und die Morgensonne genießen. Ein junger Mann kommt die Stufen der Bahnstation hoch, eine Kamera zoomt ihn heran. Der Aufdruck auf seinem T-Shirt ist jetzt lesbar.

Einige Bereiche im Kamerafeld sind aber auch geschwärzt. Etwa der Sitzplatzbereich des Cafés Hauptwache oder die Straßen. Es ist der Kompromiss, der mit dem Datenschutz erzielt wurde. In einigen Bereichen wird die Überblendung auch erst beim Zoomen aktiviert. So zeigt ein Bild direkt den offenen Kofferraum eines Taxis und lässt Gepäckstücke erkennen. Beim Zoomen wird ein schwarzer Balken über den Bereich des Kofferraums gelegt.

Frankfurt: Kameraüberwachung durch Polizei soll ausgeweitet werden

Die Kamerabilder werden per Glasfaserkabel in die Leitstelle des Polizeipräsidiums gesendet. Dort soll rund um die Uhr jemand für die Sichtung der Bilder zuständig sein. „Es kann nicht sein, dass die Bilder ins Leere laufen“, betonte der Polizeipräsident. Daher wurde in der Leitstelle personell aufgestockt und sieben neue Posten geschaffen, damit immer jemand die Kamerabilder im Blick hat. Auch ins örtlich zuständige 1. Revier auf der Zeil sollen die Bilder gesendet werden. Die Technik stellt dieselbe Firma zur Verfügung, die auch die Kameraüberwachung im Waldstadion gewährleistet. Die Diensthabenden seien also schon an die Technik gewöhnt, so Bereswill. Neben der permanenten Überwachung hat die Frankfurter Polizei noch zwei sogenannte Super-Recognizer hauptamtlich hinzugewonnen. Sie sollen aufgezeichnete Bilder bei Bedarf im Nachhinein sichten, um mögliche Verdächtige identifizieren zu können.

Die Diensthabenden in der Leitstelle werden bald schon mehr zu überwachen haben. Laut Sicherheitsdezernent Frank sollen „in den nächsten Wochen“ auch die hochmodernen Kameras an der Konstablerwache Livebilder ins Präsidium senden. Auch im Kaisersack und an der Kreuzung Taunus-/Elbestraße soll Frank zufolge noch bis Ende des Jahres aufgerüstet werden. Weitere, technisch deutlich schlechtere Kameras unterhält die Polizei in der Allerheiligenstraße und in der Düsseldorfer Straße, Ecke Niddastraße. Die Überwachung dort diene nur der Drogenkriminalität, so Bereswill. (Oliver Teutsch)

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