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Volksbank Frankfurt expandiert nach Bayern

  • Christoph Manus
    vonChristoph Manus
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Die Volksbank Frankfurt und die kleine VR-Bank Alzenau wollen im kommenden Frühjahr verschmelzen. Schon zuletzt ist die Volksbank durch Fusionen kräftig gewachsen.

Die Frankfurter Volksbank setzt ihren Wachstumskurs fort – und expandiert dabei über die bayerische Landesgrenze hinweg. Sie hat jetzt mit der VR-Bank Alzenau im Landkreis Aschaffenburg einen Kooperationsvertrag geschlossen, mit dem Ziel, dass die Banken schon im Frühjahr 2021 verschmelzen.

Die Frankfurter Volksbank mit einer Bilanzsumme von 12,3 Milliarden Euro ist bereits jetzt die zweitgrößte Volksbank Deutschlands. In den vergangenen Jahren ist sie stark gewachsen. Im Jahr 2018 fusionierte sie mit der Vereinigten Volksbank Maingau mit Sitz in Obertshausen und der Volksbank Griesheim. Vergangenes Jahr erwirtschaftete die Volksbank Frankfurt ein Betriebsergebnis nach Bewertung von 95 Millionen Euro. Mit gut 1550 Beschäftigten betreut sie 606 000 Kundinnen und Kunden mit Einlagen von mehr als zehn Milliarden Euro; sie betreibt 93 Geschäftsstellen.

Die VR-Bank Alzenau ist mit einer Bilanzsumme von 424,4 Millionen Euro und 23 000 Kundinnen und Kunden im Vergleich winzig. Sie beschäftigt 42 Menschen und betreibt vier Geschäftsstellen. Vereinbart ist, dass das Filialnetz bis mindestens Ende 2025 so erhalten bleibt. Teil des Kooperationsvertrags ist zudem eine Beschäftigungsgarantie für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der VR-Bank.

Die Vorstandsvorsitzende der VR-Bank Alzenau, Sigrid Werner, begründete den geplanten Zusammenschluss unter anderem mit immer komplexer werdenden aufsichtsrechtlichen Regelungen und der voranschreitenden Digitalisierung. Eva Wunsch-Weber, Vorstandschefin der Frankfurter Volksbank, sagte, die Fusion werde die Leistungsfähigkeit der Volksbank noch erhöhen.

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