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„Home Sapiens“ ist ein Kurzfilm über das Leben in der Selbstisolation zu Corona-Zeiten.

Kultur

Superwoman hat keine Lust

  • Anja Laud
    vonAnja Laud
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Das Hessische JugendMedienFestival geht online. Fast 50 Beiträge sind im Angebot. Die Preisverleihung findet am Sonntag statt.

Gebäude stürzen ein, der Verkehr bricht zusammen. Superwoman erhält einen dringenden Anruf. Sie soll die Welt retten. Doch sie mag nicht. Wie es ist, wenn eine Heldin sich ihrer Aufgabe verweigert, das schildert Alison Burns, Absolventin des Studiengangs Motion Pictures an der Hochschule Darmstadt, in ihrem Kurzfilm „Virtues of Normality“. Er ist einer von 49 Beiträgen, die bei der „Visionale 20, dem 32. Hessischen Jugend-Medien-Festival“, bis Sonntag, 29. November, zu sehen sind. Wegen der Corona-Pandemie wird das Festival in diesem Jahr online abgehalten.

Insgesamt fast 80 Spiel-, Dokumentar- und Animationsfilme sowie Musikvideos reichten Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene aus hessischen Kindertagesstätten, Schulen, Jugendeinrichtungen und Universitäten für das Festival ein. „Das sind zwar nicht ganz so viele Beiträge wie in anderen Jahren, aber für diese Zeit ist es eine erstaunlich große Zahl“, sagt Merten Giesen vom Medienzentrum Frankfurt, das zusammen mit dem Filmhaus Frankfurt, dem Gallus Theater und dem Jugend- und Sozialamt der Stadt Frankfurt alljährlich das Festival ausrichtet.

Das Festival

Die Visionale 20, das 32. Hessische Jugendmedien-Festival , ist in diesem Jahr ein Online-Festival. Zu sehen sind insgesamt 49 Spiel-, Dokumentar- und Animationsfilme sowie Musikvideos.

Das Programm findet man auf der Webseite des Filmfestivals. Über sie können bis zum 29. November alle Festival-Beiträge kostenfrei abgerufen werden. Für Filme der Alterskategorie 20 bis 27 Jahre und Young Professionals ist eine Anmeldung notwendig.

Das Publikum kann am Samstag, 28. November, von 10 bis 22 Uhr über den Preisträger oder die Preisträgerin in der Sonderkategorie #coronatime abstimmen. Alle Preisträger werden am Sonntag, 29 November, 16 Uhr, über die Webseite bekannt gegeben. http://visionale-hessen.de

Eigentlich sollte es vom 27. bis 29. November im Gallus Theater abgehalten werden. Doch diese Hoffnung zerschlug sich Ende Oktober, als die Entscheidung für einen zweiten Lockdown fiel. Absagen wollten die Veranstalter die Visionale nicht. „Wir haben uns entschlossen, sie im virtuellen Raum abzuhalten, auch wenn diese Präsentation natürlich das Wesen des Festivals verändert“, sagt Felix Fischl, Geschäftsführer des Filmhauses. Die jungen Filmemacherinnen und -macher können sich diesmal nicht bei persönlichen Begegnungen austauschen. Doch sie können sich online von den übrigen Filmbeiträgen inspirieren lassen. Und auch das Publikum kann sich einbringen: am Samstag, 28. November, von 10 bis 22 Uhr bei der Kür der Gewinner in der Sonder-Kategorie „#coronatime“. Das Preisgeld in Höhe von 1000 Euro hat die Hessische Landeszentrale für politische Bildung gestiftet.

„Mit dem Sonderthema wollten wir Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen die Möglichkeit geben, sich filmisch mit den Auswirkungen der Pandemie auf das Individuum und die Gesamtgesellschaft auseinanderzusetzen“, erklärt Giesen.

Preisträger stehen fest

Die Kinder der Internationalen Kindertagesstätte Galluspark und ihre Betreuer:innen nahmen dieses Angebot an. Unter der Überschrift „Ein Virus reist um die Welt“ malten sie Bilder, wie sie sich Covid-19 vorstellen und wie sich der Erreger stoppen lässt. Alles wurde dann zu einem Animationsfilm zusammengeschnitten und mit einem Lied unterlegt. Der Tenor: „Wasch dir die Hände, dann bleibt das Virus allein.“

Die Preisträger in den vier Alterskategorien von 0 bis 27 Jahren und der Kategorie Young Professionals stehen schon fest. Sie werden am Sonntag, 29. November, um 16 Uhr auf der Website der Visionale, über die auch alle Festspielbeiträge abgerufen werden können, bekannt gegeben. Schülerinnen und Schüler des Goethegymnasiums in Bensheim gehören zu denen, die sich Hoffnung machen dürfen. Im Wahlfach Mediengestaltung gelang es ihnen, trotz zeitweiliger Schulschließung im Frühjahr, den Animationsfilm „A51“ zu machen. „Es war toll, selbst einzelne Objekte zu gestalten und sie dann zu einer großen Szene zusammenzufügen“, sagt Frieder Pinkernell, einer der Schüler.

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