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Hallo? Geht dieser Anruf vielleicht „An den Weihnachtsmann“? Filmszene mit Janina Lutter.
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Hallo? Geht dieser Anruf vielleicht „An den Weihnachtsmann“? Filmszene mit Janina Lutter.

Frankfurt

Visionale in Frankfurt: Herzlich bis düster

  • Meike Kolodziejczyk
    VonMeike Kolodziejczyk
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Die 33. Visionale präsentiert die Werke von jungen Filmschaffenden aus Hessen - dieses Jahr wieder live im Gallus-Theater Frankfurt. Doch Corona ist nach wie vor ein Thema.

Es geht turbulent zu in Mightys Hirnkasten. Die Gefühle spielen verrückt, die Schaltzentrale ist überlastet. Wie es halt so passiert in diesem Alter zwischen zwölf und 15 Jahren. Zu dieser Wettbewerbskategorie nämlich gehört „Alles Kopfsache“, eine Mischung aus Real- und Trickfilm mit Knetfiguren, den eine zehnköpfige Gruppe vom „Raum für Kinder“ und dem Gallus-Zentrum gedreht hat als Beitrag für die Visionale. „Meuterei!“, rappen derweil die Kids im gleichnamigen Video vom Hip-Hop-Mobil der Caritas und des Kinderhauses Frankfurt-Griesheim. „Seid dabei!“

Dabei sind in der 33. Ausgabe von Hessens größtem und ältestem Jugend-Medien-Festival 64 Filme, darunter Animationen, Dokumentar- und Spielfilme, aber auch Werbeclips, Musikvideos und Experimentalfilme. Sie wurden aus mehr als 100 Einreichungen von Jugendeinrichtungen, Schulen, Privatpersonen und Studierenden ausgewählt und werden von Freitag bis Sonntag im Gallus-Theater präsentiert. Über die besten Arbeiten in fünf Alterskategorien entscheiden sechs Jurorinnen und Juroren aus Filmpädagogik, Filmproduktion und Kino. Preise in Höhe von zusammen 5000 Euro gibt es zu gewinnen.

Die Visionale

Die 33. Visionale präsentiert vom 19. bis 21. November im Gallus-Theater in Frankfurt, Kleyerstraße 15, Arbeiten von jungen hessischen Filmschaffenden bis 27 Jahre.

Der Eintritt ist frei für PCR-getestete, geimpfte oder genesene Menschen. Alle Veranstaltungen sind öffentlich, nur die Preisverleihung am Sonntag ist den Nominierten vorbehalten.

Die Gewinnerfilme werden am Freitag, 3. Dezember, ab 18.03 Uhr im Offenen Kanal Rhein-Main auf dem Programmplatz 391 sowie unter www.mok-rm.de ausgestrahlt. myk

Programm und Informationen:
www.visionale-hessen.de

Vor allem aber geht es um die vielen tollen Ideen, auf die junge Menschen kommen, wenn sie eine Kamera in die Finger kriegen. Dank der technischen Entwicklung habe sich da ja manches vereinfacht, bemerkt Felix Fischl vom Filmhaus Frankfurt, das mit dem Medienzentrum Frankfurt, dem Jugend- und Sozialamt der Stadt sowie dem Gallus-Theater die Visionale veranstaltet. Was nicht heißt, dass es tatsächlich einfach ist, diese „Ideen auch zu zu bündeln“. Zumal in Zeiten von Corona. Dass die Zahl der Einreichungen trotz der Pandemie gestiegen ist, sei besonders erfreulich, sagt Merten Giesen, Geschäftsführer des Medienzentrums Frankfurt.

„Es war schwierig wegen Corona“, bekunden Paul Platzek und Nikita Koppert. Im Wahlfach Film an der Helmholtzschule Frankfurt haben sie den Stop-Motion-Film „Stickman“ geschaffen, in dem ein Strichmännchen zum Leben erwacht und sein Unwesen treibt. Das hat zwar inhaltlich nichts mit dem Lockdown zu tun, aber doch insofern den Film beeinflusst, als dass sie in dieser Zeit „alles komplett selbstständig gemacht haben“. Dafür spielt Corona die tragende Rolle im Musikfilm „Life is strange – Teil 2“ der Intensivklasse der Frankfurter Michael-Ende-Schule. Er knüpft an den ersten Teil von „Life is strange“ an, der bei der Visionale 2020 in der Sonderkategorie „#coronatime“ den ersten Platz eingeheimst hatte. Wie im vergangenen Jahr, als das Festival nur online stattfand, dreht sich der Sonderwettbewerb, über den traditionell das Publikum abstimmt, auch heuer wieder um das Virus, diesmal unter dem Titel „System neu starten“.

Dazu haben Paul Galli, Janina Lutter, Sofia Ayerbe Fiala, die an der Hochschule Darmstadt „Motion Pictures“ studieren, den Beitrag „An den Weihnachtsmann“ eingereicht. An diesen nämlich glaubt Paul, der wegen Corona Weihnachten in der WG verbringen muss – und herzerwärmend von Mitbewohnerin Janina betüdelt wird. Düster und virusfrei dagegen geht es im Mystery-Drama „Das Haus“ von Caspar Hahnemann zu. Kafkaesk taumelt der 20-Minüter durch ein an Bilder von M. C. Escher erinnerndes Gebäude. So hält diese Visionale eben wieder für alle etwas parat.

Die Gefühle in Mightys Hirn spielen verrückt. Szene aus „Alles Kopfsache“.
Im Film „Meuterei“ geht es um das Thema Kinderrechte.

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