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Frauen-Festival In Frankfurt

Vier Tage Gesang und Sinnlichkeit

  • Thomas Stillbauer
    VonThomas Stillbauer
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Frauen vor: Fürs W-Festival im Mai wünschen sich die Planer mehr Unterstützung seitens der Stadt Frankfurt. Die Open-Air-Bühne am Roßmarkt braucht noch einen Power-Schub.

Leona Berlin macht lustige Geräusche ins Mikrofon, singt ein, zwei Schlenker, dreht an drei, vier Knöpfen – Sekunden später ist der ganze Raum erfüllt vom Sound einer Band mit herrlich mehrstimmigem Soulgesang. Dabei steht dort niemand als die zierliche Frau mit der tollen Stimme und dem Händchen für die Technik. Starke Vorführung. Und ein guter Vorgeschmack auf das kommende „W-Festival“; mit Vor- und Nachnamen: Women of the World-Festival.

Dort wird die Mainzerin Leona Berlin in acht Wochen ausführlich zu hören sein, und nicht nur sie, sondern, wie der Name schon sagt: Frauen aus aller Welt, von Birdy aus England über Peaches aus Kanada und Imany (Frankreich/Komoren) bis Agnes Obel (Dänemark/Berlin) und einem Zürich-Hamburger Damenduo namens: Boy. Zum sechsten Mal ist Frankfurt dann das Zentrum der Sängerinnen. „Diese Konzentration auf weibliche Kreativität gibt es so auf der ganzen Welt nicht“, sagt der künstlerische Festivalleiter Bernd Hoffmann.

In diesem Jahr singen die Frauen auch unter freiem Himmel: auf einer Bühne am Roßmarkt, die vorwiegend den Newcomerinnen offen stehen wird. Für den Nachwuchswettbewerb, fester Bestandteil des W-Festivals, hätten sich jetzt schon 135 Bewerberinnen angemeldet, berichtet Hoffmann – mehr als im Vorjahr insgesamt.

Abgesehen von der Open-Air-Bühne konzentriere sich das viertägige Spektakel in Frankfurt diesmal auf drei Orte, kündigt Veranstalter und Mitgründer Klaus Bönisch an: Alte Oper, Gibson und Kulturkirche Sankt Peter. Hinzu kommen zwei Veranstaltungen in Bad Homburg, im Kurtheater und im Speicher.

„Der Anfang war schwierig“, blickt Bönisch zurück. „Wir haben viel gelernt.“ Das W-Festival sei bis heute nicht profitabel, betont er, und dass die Manager gern mehr aus ihrer Idee machen würden: mit mehr Frauenthemen. „Wir finden, dass Frauen in modernen Gesellschaften endlich ihren Platz einnehmen müssen“, sagt Hoffmann. Frankfurt sei eine offene und moderne Stadt, eine gute Plattform für internationale Themen – aber „nicht gerade gesegnet mit Festivals“, und vor allem: „In Sachen Sinnlichkeit sind wir nicht besonders berühmt.“

Von der Stadt könnte da mehr Unterstützung kommen, wünschen sich die Planer. Zwar habe Oberbürgermeister Peter Feldmann (SPD) zugesagt, zwei Festival-Abende anzumoderieren. Aber insgesamt sei die Stadt in den vergangenen vier Jahren stark auf dem Rückzug gewesen.

Junior-Planer Rouven Bönisch empfängt zwar „positive Signale“ aus dem Frauen- und dem Kulturdezernat, aber wenig Konkretes. „Es geht uns dabei gar nicht um Geld“, sagt er, „eher um Dezibel.“ Etwa um die Genehmigung, die Open-Air-Bühne mit genug Power zu betreiben. Bisher seien da allenfalls Unplugged-Auftritte gesichert, also ohne laute Verstärker.

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