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Wiesen fördern Artenvielfalt. Bienen und Hummeln sagen ja.

Artenschutz

Vielfalt vor der Haustür

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Die Aktionswoche „Biologische Vielfalt erleben!“ beginnt am Freitag – es geht um die Zukunft der Welt, wie wir sie kennen.

Jetzt sollte es eigentlich jedem klar sein, seit dem Bericht des Weltbiodiversitätsrats IPBES vor wenigen Tagen: Wir sind mitten im größten Artensterben seit Jahrmillionen, und wenn wir gegensteuern wollen, dann heute. Wer es immer noch nicht begriffen hat, dem ist nicht mehr zu helfen. Oder warte: Am heutigen Freitag beginnt ja die Aktionswoche „Biologische Vielfalt erleben!“

Ein Glück. Da kann man sich über die Tier- und Pflanzenarten informieren, die in unserer Nähe leben, und darüber, was sie für die Natur bedeuten – und für uns. Gleich zum Auftakt am Nachmittag geht es in Mühlheim beim Verein Zugpferd um die Biber und ihre Rückkehr ins Rhein-Main-Gebiet. Ein Beispiel für positive Veränderungen in der Umgebung.

Schon am Vormittag sind Kinder mit Kameras im Frankfurter Zoo unterwegs, um Tiere zu fotografieren; der Kurs ist wie immer auch in dieser zwölften Bio-Woche längst ausgebucht. Am Abend beschließt ein Vortrag den ersten Tag der Aktionswoche: „Spitzbergen – Eisbären und Meer“ in der Berger Stadthalle. Ein Blick über den Tellerrand sozusagen.

„Die Aktionswoche ist eine sehr gute Möglichkeit, die Natur im Rhein-Main-Gebiet und die hier vorhandene biologische Vielfalt besser kennenzulernen“, sagt Bruno Streit, Sprecher des Netzwerks BioFrankfurt, traditionell Veranstalter der Woche rund um den Internationalen Tag der biologischen Vielfalt (22. Mai).

Schwerpunkte in diesem Jahr: Lebensräume – und Insekten. Beides hängt eng zusammen: Die Wildpflanzen als Lebensraum der Insekten sind wegen des gnadenlosen Flächenverbrauchs der Menschen stark zurückgegangen; unter dem Insektenschwund leiden die Vögel und letztlich auch wir. Ist etwa die Biene erst mal ausgerottet, wird es nicht mehr lang natürliche Nahrung geben auf der Welt. „Ohne Vielfalt ist Leben nicht möglich!“, heißt das Motto.

Mit von der Partie sind wieder zahlreiche Partner wie die Vogelschützer der HGON, das Projekt „Städte wagen Wildnis“ oder etwa das Mainäppelhaus auf dem Lohrberg, das am Samstag zeigt, wie man Apfelsenf macht. Das Stadtwaldhaus plant für Sonntag einen Thementag Insekten, die Vogelschutzwarte führt am Dienstag in aller Frühe durch die Streuobstwiesen, um zu lauschen, wer da zwitschert. 

Wer an mehreren Aktionen teilnimmt und die drei Symbole auf dem Programm-Faltblatt abstempeln lässt, kann einen Naturpass gewinnen: ein Jahr lang freien Eintritt in Zoo, Palmengarten und Senckenberg-Museum. Über allem steht der Wunsch, Artenvielfalt und ihren Schutz ins Gespräch zu bringen, wie es BioFrankfurt seit 15 Jahren tut. Die Aktionswoche gehört dazu – und demnächst das Conservation Center auf dem Zoogelände, an dem das Netzwerk intensiv arbeitet.

Bis zum 26. Mai lädt das Umweltnetzwerk BioFrankfurt zu Ausflügen in die Artenvielfalt ein. 50 Programmpunkte und 20 Partner hat die Woche zur biologischen Vielfalt diesmal. Alle Infos: www.biofrankfurt.de.

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