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Corona-Virus

Viele Frankfurter Firmen bieten schon Selbsttests an

  • Steven Micksch
    VonSteven Micksch
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  • Helen Schindler
    Helen Schindler
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Einige Frankfurter Unternehmen bieten ihren Beschäftigten freiwillige Selbsttets an, aber teils ist die Beschaffung problematisch.

Am Sonntag hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel in der ARD-Sendung „Anne Will“ angedeutet, dass Firmen dazu verpflichtet werden könnten, allen Beschäftigten, die noch an ihren regulären Arbeitsplätzen tätig sind, pro Woche zwei Tests anbieten zu müssen. Bislang gibt es lediglich die freiwillige Selbstverpflichtung der Wirtschaft, bis April eine entsprechende Infrastruktur aufzubauen.

Um sich einen Überblick über die Situation in den hessischen Unternehmen zu verschaffen, hat Ute Fritzel, Pressesprecherin von Verdi Hessen, mehrere Branchen abgefragt. „Besonders die Ver- und Entsorgungsbranche hat das mit den Tests vorbildlich geregelt“, berichtet sie. Auch in der Altenpflege und in Krankenhäusern laufe das „sehr gewissenhaft“. Die Nassauische Heimstätte arbeite an einem Testkonzept, die Deutsche Rentenversicherung sowie Krankenkassen hätten noch keine Strategie. Nicht selten komme es vor, dass bestellte Tests mehrere Wochen lang im Zoll festhingen, sagt Fritzel.

Gut zu funktionieren scheint es bei der Deutschen Post. In den Post- und Paket-Betriebsstätten würden bereits seit Monaten freiwillige anlassbezogene Testungen vorgenommen, sagt Pressesprecher Stefan Heß. Darüber hinaus seien Beschäftigte mit häufigen Kontakten wöchentliche PCR-Tests angeboten worden, die zunehmend auf Schnelltests umgestellt würden. „Mittlerweile wurden bundesweit rund 60 000 anlassbezogene Tests sowie rund 40 000 Selbsttests organisiert.“

Während Continental laut Unternehmenssprecher Sören Pinkow in dieser Woche anfangen will, kostenlose Selbsttests an die Mitarbeiter:innen zu verteilen, untersucht die Lufthansa ihr fliegendes Personal vor Flügen bereits regelmäßig mittels PCR-Tests, wenn dies durch Einreiseregelungen vorgeschrieben oder im operativen Ablauf erforderlich sei, sagt Pressesprecher Jörg Waber. Voraussichtlich ab April sollen Cockpit- und Kabinenbesatzungen auch die Möglichkeit bekommen, freiwillig eine Antigen-Selbsttest vor und nach jedem Einsatz vorzunehmen. Auch das Bodenpersonal mit Kundenkontakt soll „sobald wie möglich“ wöchentlich bis zu zwei Selbsttests erhalten.

Fraport bietet ihren Beschäftigten seit dem 25. März kostenlose Selbsttests an. Alle vor Ort Beschäftigten erhalten alle vier Wochen ein Set mit fünf Tests, erläutert Sprecherin Sandy Chen. Das Angebot werde in der Belegschaft sehr gut aufgenommen. Aktuell plane man mit 15 000 Selbsttests pro Woche.

Binding möchte nächste Woche mit Selbsttests beginnen. Jedem Beschäftigten, der nicht ausschließlich von zu Hause aus arbeitet, soll mindestens ein wöchentlicher Test zur Verfügung stehen. Bereits vor mehreren Wochen seien Schnelltests von verschiedenen Anbietern geordert worden, doch die Beschaffungszeiten beliefen sich aktuell auf mehrere Wochen, sodass bisher noch keine Tests verfügbar waren, erklärt Claudia Geisler, die Pressesprecherin der Brauerei.

Der Fleisch- und Wurstproduzent Wilhelm Brandenburg in Frankfurt verfolgt ebenfalls die Strategie, den Mitarbeiter:innen freiwillige und anlassbezogene PCR-Tests anzubieten. Zusätzlich fördere man private Tests mit einem Angebot zur Übernahme der Kosten durch die Firma. Seit dem 30. März wird das Ganze durch kostenlose Corona-Schnelltests ergänzt.

Wie alle anderen befragten Unternehmen betont Wilhelm Brandenburg, dass negative Testergebnisse in keinem Fall die notwendige Einhaltung der geltenden Regelungen zum Infektions- und Arbeitsschutz im betrieblichen Umfeld ersetzen.

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