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Viele Fragenungeklärt

  • Claus-Jürgen Göpfert
    vonClaus-Jürgen Göpfert
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Bei der AWO geht es derzeit ums Ganze.Die ersten Ergebnisse könnten nur die Spitze des Eisbergs sein.

Eigentlich wäre schon die Corona-Pandemie Herausforderung genug für die Arbeiterwohlfahrt (AWO) Frankfurt mit ihren Seniorenheimen und Kitas. Nur zu gerne, das machte Vorstand Gerhard Romen vor den Journalisten deutlich, würde er sich auf diese Aufgabe konzentrieren. Doch für die Wohlfahrtsorganisation geht es derzeit ums Ganze.

Eine Frage ist, ob das Unternehmen in Frankfurt mit seinen weit mehr als 1000 Mitarbeitern langfristig wirtschaftlich stabilisiert werden kann. Verliert der AWO-Kreisverband aufgrund der Verfehlungen einiger Spitzenfunktionäre vorübergehend die Gemeinnützigkeit, könnte er in ökonomische Schieflage geraten. Doch noch wichtiger wird es sein, in der Bevölkerung und in der Kommunalpolitik verloren gegangenes Vertrauen wiederzugewinnen.

Die Beschäftigten der AWO, die harte und oft nicht so gut bezahlte Arbeit machen, haben es verdient, dass sie nicht unter dem Fehlverhalten einiger weniger leiden müssen. Doch die Aufklärungsarbeit der neuen Führungsspitze steht erst am Anfang. Viele Fragen sind noch ungeklärt. Das gilt auch für die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft.

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