Nikolausi!
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Homestorys

Viel Zeit für Kreativität

  • Thomas Stillbauer
    vonThomas Stillbauer
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Kochen, spielen, zur Pistole greifen und – kleben: Daheimbleiber-Tipps aus der FR-Gemeinde.

Haben Sie eigentlich sonst nichts zu tun? Als uns gute Ideen zu schicken, was man tun kann, wenn man wegen Corona nichts zu tun hat? Ach so, stimmt ja. Genauso ist es. Und wir freuen uns hier in der Redaktion (und zu Hause) dumm und dusselig, wie viel von ihnen kommt. Danke! Beispielsweise schickt uns Antje Arpold-Hahn nicht nur einen Tipp – sie schickt uns gleich ganz viele gute Vorbilder. So hat etwa A. eine Oma, die mit ihr „Himmel und Hölle“ faltet, nach einer Anleitung aus dem Internet.

Oder B. – seit er zu Hause arbeitet, kann er sich kein Mittagessen einkaufen. „Seine Freundin hat ihm ein ,Kochbuch für Männer‘ geschenkt“, berichtet Antje Arpold-Hahn. „Seine Begeisterung hielt sich in Grenzen. Doch jetzt – schon nach einer Woche, findet er das Kochen gar nicht mehr so schlecht.“

C. schreibt jetzt ein Corona-Tagebuch, D. liest gerne Romane und hat Zeit, mehr über die Autoren herauszufinden und über die berühmten Leute in den Büchern. E. pflanzt Blumen, F. ruft jetzt öfter seine Mutter im Altersheim an. Und G. (14 Jahre alt)? „Hat einen Zettel an einen Baum geheftet, dass er für Hilfsbedürftige einkaufen geht.“

Das alles passiert im Umfeld von Antje Arpold-Hahn. Eine ganz andere Methode hat Petra Schneider für sich selbst herausgefunden. „Moin“, schreibt sie uns, „ich lebe allein, gebe meinem Tag feste Zeiten, aufstehen, duschen, anziehen, einkaufen, kochen, spazieren gehen und dann: spielen … mit mir selbst.“ Und so funktioniert das: „Ich lege die Memory-Karten auf den Tisch und tue so, als wäre ich zu zweit, ich stelle die Rummikub-Bänkchen auf und tue so als wäre ich zu viert, laufe also auch ständig um den Tisch herum, und so mache ich das mit allen Spielen, die ich zu Hause habe. Manchmal muss ich dann laut über mich selbst lachen. Ein netter Zeitvertreib, der mir Spaß macht.“

Kreativität entdecken

Notiz an uns selbst: Wenn das mit diesem Virus vorbei ist, bei der fröhlichen Frau Schneider anfragen, ob sie auch mal einen Spielpartner akzeptiert.

Jetzt ist Monika Plottnik an der Reihe. „Durchforsten Sie Ihren Keller nach Brettern, Glasplatten, Tapeten, Blumentöpfen und ungiftigen (!) Farben“, empfiehlt sie, „oder gehen Sie in den Baumarkt. Dort gibt es für ein paar Cent Holzabfallplatten.“

Bretter? Aber warum? „Mit einfacher preiswerter Wandfarbe (Dispersionsfarbe in den langen Plastikflaschen in vielen Farben) lässt sich fast auf jedem Untergrund malen“, erläutert sie weiter. Wir sollen nichts zum Wertstoffhof bringen, der momentan eh überlaufen ist, und schon gar keine Schrankrückwände: „Bemalen Sie diese lieber – gegenständlich oder abstrakt. Alleine, zusammen mit Ihren Kindern, nach Vorlagen oder frei. Animieren Sie Ihre Nachbarn ebenfalls, ihre Kreativität zu entdecken.“

Schöne Idee. Aber jetzt kommt’s: „Denn irgendwann nach der Corona-Krise lassen sich Ihre Werke bestimmt gemeinsam ausstellen.“

Deshalb rät Monika Plottnik auch dazu, eine Whatsapp-Gruppe mit anderen Hobbykünstlern zu gründen und sich auszutauschen. Die Ideen sind unendlich: „Sammeln Sie bei Ihren Spaziergängen kleine Steine und Äste, machen Sie Collagen aus verschiedenen Materialien.“ Optimal für die Kreativität sei auch eine Heißklebepistole: „Unter „Glue Gun Art“ finden sich tolle Tipps im Internet.“

Klingt nach Spaß und nach spannenden Ergebnissen am Ende der Krise. Wir freuen uns darauf, dann gutgelaunt die Kunstwerke zu bestaunen.

Auf Ihre guten Tipps freuen wir uns natürlich auch weiterhin schon jetzt. Bitte per E-Mail an online@fr.de, Betreff: Homestory, schicken.

Vielen Dank – und immer schön gesund bleiben!

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