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Frankfurt 26.07.21 Musik-Club „Das Bett“, Schmidtstraße 12, öffnet am Ende der Woche. HIER davor der Betriebsleiter Sebastian Tülp
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Frankfurt 26.07.21 Musik-Club „Das Bett“, Schmidtstraße 12, öffnet am Ende der Woche. HIER davor der Betriebsleiter Sebastian Tülp

Frankfurt

Viel los im „Bett“

  • Anja Laud
    VonAnja Laud
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Musikclub hilft Flutopfern im Kreis Ahrweiler / Open-Air-Saison beginnt am Wochenende

Das Bett“ im Frankfurter Gallus ist noch geschlossen. Sebastian Tülp, Betriebsleiter des Musikclubs, und sein Team haben dennoch alle Hände voll zu tun. Sie sind zusammen mit ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern dabei, Sachspenden zu sortieren, die bei einer Spendenaktion dort abgegeben wurden. Und dann eröffnet „Das Bett“ am kommenden Samstag auch noch seine Open-Air-Saison.

„Wir waren überwältigt von der großen Spendenbereitschaft“, sagt Tülp. Am vorvergangenen Sonntag hatten er und sein Team zu einer Spendenaktion aufgerufen. Viele Frankfurterinnen und Frankfurter kamen und gaben im „Bett“ Stromaggregate und Werkzeuge ab, die zum Räumen in den Flutgebieten benötigt wurden, sowie jede Menge Kleidung für Kinder und Erwachsene, Decken, Schlafsäcke und Hygieneartikel. Zwei voll beladene Lastwagen machten sich auf den Weg in die Eifel, außerdem pendelte ein Kleintransporter mit Sachspenden mehrmals hin und her.

Das Schicksal in den Überschwemmungsgebieten ging den im „Bett“ Beschäftigten besonders nahe, denn der Musikclub hat im Kreis Ahrweiler, einer der am schwersten betroffenen Regionen, einen Schwesterbetrieb, die „Alte Krähe“, ein Musikbistro in Berg-Krälingen. Missy Motown, Geschäftsführerin der „Krähe“ und des „Betts“, setzt sich tatkräftig dafür ein, dass die Hilfe für die Flutopfer genau dort ankommt, wo sie am dringendsten benötigt wird.

Wie Tülp erzählt, wird der Sportplatz in Krälingen zurzeit als Hubschrauberlandeplatz genutzt, damit Hilfsgüter verteilt werden können. Die Kirche in dem Ortsteil ist zu einem Bekleidungslager geworden. In einem weiteren Lager liegt Werkzeug bereit. In einem Privathaus werden Speisen für Helferinnen und Helfer sowie Hilfsbedürftige gekocht. Das alles hat Missy Motown, ein Künstlername der Konzertveranstalterin, organisiert.

Hilfsgüter werden nicht mehr gebraucht. „Die Lager sind voll. Was jetzt fehlt, ist Geld, beispielsweise für Diesel, mit dem Stromaggregate betrieben werden können“, sagt Tülp. „Das Bett“ bittet daher alle, die helfen wollen, Spendengelder an den Verein zur Förderung unerhörter Musik zu überweisen, dessen Vorsitzende Missy Motown ist.

Wenn sie nicht gerade Spenden für Flutopfer sortieren, sind Tülp und sein Team dabei, „Das Bett“ auf die Open-Air-Saison vorzubereiten. Es war, wie alle Musikclubs, wegen der Corona-Pandemie seit März 2020 mit einer kurzen Unterbrechung geschlossen. Im vergangenen Sommer konnten noch Outdoor-Konzerte über die Bühne gehen, im Oktober war wieder Schluss. Im Frühjahr streamte „Das Bett“ mit Erfolg online Konzerte.

Für diesen Sommer hat der Musikclub ein umfangreiches Open-Air-Programm aufgelegt. Los geht es am Samstag, 31. Juli, in Kooperation mit „Feinstaub“, der Musikbar im Nordend, mit dem „Feinstaub-Open-Air“. Danach folgen weitere große Veranstaltungen mit strengem Hygienekonzept, bei denen bis zu 400 Personen auf den Parkplatz der benachbarten Kommunikationsfabrik kommen können.

Gleich am Sonntag, 1. August, öffnet dort der „Nodisco – Depeche-Mode-Biergarten“ mit einem Mix aus Synthiepop und 80s-Sound. Dazu lesen Sascha Lange und Dennis Burmeister aus ihrem Buch „Behind the Wall – Depeche Mode Fankultur in der DDR“ vor. Ein weiteres Highlight ist „Queer im Bett“, ein neues Festival für die LGBTQI-Community, am 14. und 15. August.

Daneben wird es in der Reihe „BETTgarten“ auch kleinere Open-Air-Veranstaltungen geben, beispielsweise am Dienstag, 3. August, mit dem Frankfurter Singer/Songwriter Giuseppe Porello.

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